Kleine Kinder auf grosser Reise

Mit dem Kleinkind enden die Ferien am nächsten Spielplatz? Weit gefehlt!

Kleinkind

Auch mit dem Baby sind grössere Familienausflüge möglich – wenn ein paar grundlegende Ratschläge beherzigt werden und der Ausflug gut vorbereitet wird. Hierbei unterstützen Sie die Apothekerinnen und Apotheker von Amavita gern.

An manchen Reisezielen ist etwas mehr Umsicht nötig, um die Gesundheit der Familie und besonders des Kleinkindes zu bewahren. Auch auf der Packliste spiegeln sich die individuellen Bedürfnisse des Kleinkindes wider. Doch egal, ob mit Auto, Zug oder Flieger: Der Urlaub mit dem Baby an Bord ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Mit dem Baby die Welt entdecken

Nachdem das Kind erst einmal auf die Welt gekommen ist, kann es diese auch mit Eltern und Geschwistern bereisen, und das schon kurz nach der Geburt. Doch nicht nur für das Neugeborene ist es sinnvoll, zunächst in der Familie anzukommen. Ab dem dritten Lebensmonat sind erste Reisen jedoch schon gut möglich.

Um das Kleine nicht zu irritieren, sollte beim Verreisen grundsätzlich immer auf eine gewisse Ruhe geachtet werden: Durch eine frühzeitige Planung überstürzt sich die Vorbereitung am Ende nicht – dadurch entspannte Eltern übertragen ihr Wohlbefinden auf das Kind. Aber auch wenn etwas mal daneben geht oder anders verläuft, als geplant, dürfen Mama und Papa gelassen bleiben: Schreiende Kinder haben noch keinen Flieger zum Abstürzen gebracht.

In jedem Fall ist es ratsam, auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen und die Reise mit gesundem Menschenverstand anzugehen. Und sollte es doch hier und da kleine Unsicherheiten geben, unterstützen das Fachpersonal der Amavita-Apotheken sowie der Kinderarzt gern mit nützlichen Hinweisen zum bevorstehenden Trip. Hier wie da sollten Sie allerdings unbedingt Rat einholen, wenn Ihr Kind erkrankt ist oder eine angeborene Beeinträchtigung wie etwa einen Herzfehler hat.

Wegweiser

Wohin das Baby reisen kann

Die ersten Reisen des Kleinkinds sollten an Orte führen, die nicht allzu weit entfernt sind: Die Anreise kann erträglicher gestaltet werden, wenn sie nicht länger als etwa vier Stunden dauert und während der Nacht stattfindet. Dann schläft das Baby für gewöhnlich und bekommt von den aufregenden Veränderungen um sich herum nicht allzu viel mit.

Das Ferienziel sollte im Idealfall über ähnliche klimatische Bedingungen wie die gewohnte Heimat verfügen. Bekannte Hygienestandards und eine gute medizinische Versorgung sind für Reisen mit Kleinkindern besonders wichtig.

Weniger geeignet für die ersten Familienurlaube sind hingegen exotische Destinationen mit schlechter Gesundheitsversorgung. Nicht vergessen: Das Baby verfügt erst nach dem ersten Lebensjahr über eine Grundimmunität. Besonders in tropischen Ländern herrschen jedoch oft hygienische Bedingungen vor, die den Urlaub mit Kleinkind eher zur Strapaze werden lassen. Auch ungewohnte Speisen und ein fremdes Klima sind grosse Herausforderungen, die vermieden werden können. Was auch zu bedenken ist: In vielen Entwicklungsländern sind nach wie vor Kinderkrankheiten verbreitet, die in Europa kaum noch anzutreffen sind. Wen es in derartige Regionen zieht, sollte vor Reiseantritt unbedingt den Kinderarzt konsultieren.

Wenn das Baby am Ferienort nicht schlafen kann

Gewöhnen Sie das Baby an die neue Umgebung.

  • Lassen Sie das Baby einige Nächte vor der Abreise im Reisebett schlafen, damit es sich daran gewöhnen kann.
  • Planen Sie die Ankunft am Zielort ein paar Stunden vor Schlafenszeit, damit Baby sein neues Umfeld in Augenschein nehmen kann.
  • Behalten Sie gewohnte Rituale und den Schlafrhythmus bei.
  • Nehmen Sie Nachtlicht, Lieblingskuscheltier/-decke etc. mit.
  • Wenn das Baby viel weint oder immer wieder aufwacht, nehmen Sie es zu sich ins Zimmer oder Bett, damit es spürt, dass Sie auch in der Fremde immer in seiner Nähe sind.
  • Vermeiden Sie ein übervolles Tagesprogramm, zu viele Eindrücke können das Baby am Einschlafen hindern.

Und auch die Berge strapazieren die frühkindliche Gesundheit. Ab einer Höhe von 1‘500 Metern wird selbst eine entspannt gedachte Seilbahnfahrt schnell zur Qual für das Baby. Deshalb sollten grosse Höhenunterschiede zunächst vermieden werden. Am Reiseziel selbst darf das Feriendomizil etwas im Abseits stehen: Kleinkinder haben besonders abends und nachts gern ihre Ruhe, Party- oder Verkehrslärm halten nur vom erholsamen Schlafen ab.

Baby mit Eltern

Was Sie für Ihr Kind einpacken sollten

Handgepäck

  • Wickeltasche: mehrere Windeln, Wickelunterlage
        und -zubehör
  • Wasserflasche oder Feuchttüchlein für Hände
        und Gesicht
  • Lieblingsspielzeug oder Schmusetier
  • Wechselkleidung fürs Kind, Wechselshirt für
        Mama und Papa, falls etwas daneben geht
  • Pullover oder Jäckchen, für Flugreisen Söckchen
        und Mütze
  • Baby: saubere Fläschchen mit Zubehör,
        Milchpulver und Dosierlöffel oder bereits
        vorportioniertes Pulver, Thermoskanne mit
        Wasser, Wischtuch. Vorsicht bei fertig
        zubereiteten Fläschchen:
        Keime vermehren sich schnell
  • Kleinkind: je nach Alter Brei oder mundgerechte
        Snacks wie Obst, rohes Gemüse, Käse, Butterbrot.
        Löffel, Lätzchen, Flasche oder Trinktasse,
        möglichst ungesüsste Getränke wie Wasser
        und Früchtetees oder Saftschorlen
        (1 Teil Saft, 2 Teile Wasser)
  • Medikamente
  • Plastiktüten für gebrauchte Windeln,
        Feuchttücher oder Abfall

Reisepass oder ID (gilt auch für Babys), Visum

Dokument mit Namen des Kleinkinds und der Eltern, Kontaktadresse und Telefonnummer für jedes Kind, falls es verloren geht. Z. B. Kopie des Impfausweises oder des Familienbüchleins.

Allenfalls englisches Schreiben des Kinderarztes über Medikamente, Erkrankungen, Allergien und andere Besonderheiten

Arnica für kleine Prellungen/Verstauchungen

Reiseapotheke. Mit der Reisecheckliste von Amavita haben Sie alles nötige dabei => Zu den Reisechecklisten

Checkliste baby

Spielzeug:

  • Bücher zum Vorlesen
  • ein paar Lieblingsspielsachen wie Auto, Puppe
        oder Ball
  • Spielzeug für draussen oder am Strand

Kleidung:

  • Sommersachen
  • Söckchen und Mütze für klimatisierte Räume
  • Jäckchen oder Pullover für kältere Temperaturen

Sonnenschutz:

  • Kopfbedeckung
  • Sonnenbrille
  • Sonnencreme
  • UV-Schutzkleidung
  • Die auch die Schultern bedeckt

Allenfalls Buggy

Babyschale oder Auto-Kindersitz

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Nützliche Packtipps

Kleinkind

Egal, ob Medikamente, Pflaster, Wundsalbe oder Windel: Was schnell zur Hand sein muss, gehört so gepackt, dass es jederzeit erreichbar ist. Pässe und andere Reisedokumente sollten doppelt gesichert werden. Als Scan oder Foto auf dem Telefon und in der Cloud sowie ganz klassisch als Kopie im Rucksack sind sie nicht aus der Welt, wenn die Originale abhandenkommen sollten.

Spielzeug gehört zu jeder Reise mit Kleinkindern dazu. Es muss nicht allzu viel sein, denn das Kleinkind soll ja auch einen Blick über den Tellerrand werfen und Neues entdecken wollen. Unterwegs sind besonders kleinere Dinge wie Rasseln, Spiegel, Farbstifte und Puzzle geeignet, die auch einmal verlorengehen dürfen. Ideale Unterhaltung bieten kleine Vorlesebücher und Hörspiele. Beides lässt sich besonders einfach in digitaler Form transportieren. Auf dem Tablet können auch altersgerechte Videos für Zwischendurch abgespeichert werden. Wichtig ist dabei, zu bedenken, dass alle Medien notfalls auch offline zugänglich sein müssen.

So schützen Sie die Gesundheit Ihres Kindes

Auch wenn meistens alles gut verläuft: Ganz ungefährlich ist das Verreisen mit Kleinkindern nicht. Durch entsprechende Vorsichtsmassnahmen und ein allgemeines Risikobewusstsein lässt sich die Gefahr einer Erkrankung jedoch deutlich verringern.

Vor Reisebeginn sollte sichergestellt werden, dass alle notwendigen Impfungen durchgeführt wurden. Daneben ist es ratsam abzuklären, dass die Kranken- und Reiseversicherung alle Familienmitglieder einschliesst und zentrale Dienste wie etwa eine Überführung nach Hause im Krankheitsfall abdeckt. Die Notfallnummern des Aufenthaltslandes sollten bekannt und im Telefon abgespeichert sein.

In Regionen mit mangelnden Hygienebedingungen können durch Leitungswasser gefährliche Keime übertragen werden. Hier empfiehlt es sich, Wasser vor dem Gebrauch abzukochen oder Mineralwasser zu verwenden – auch zum Zähneputzen. Auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden, da für diese oft Leitungswasser verwendet wird.

Durchfall ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, da Kleinkinder schneller dehydrieren als Erwachsene – besonders, wenn zugleich Erbrechen und Fieber eintreten. In diesem Fall muss dem Baby viel Flüssigkeit zugeführt werden. Ein Arzt ist unbedingt aufzusuchen, da eine Dehydration lebensgefährlich sein kann. Ein gravierender Flüssigkeitsmangel macht sich bemerkbar durch einen trockenen Mund, tief in den Höhlen sitzende Augen und eine verminderte Urinabgabe. Bei Babys sind Antriebslosigkeit, Krampfanfälle, Bewusstseinsverlust und Blut im Stuhl weitere Krankheitssymptome. Zudem kann die Fontanelle einfallen. Damit es dazu gar nicht erst kommt, sollten strikte Hygienemassnahmen umgesetzt werden: Dazu gehören ein regelmässiges Waschen der Hände und in Ländern mit schlechten sanitären Standards der Verzicht auf Leitungswasser und Nahrung, die mit nicht abgekochtem Wasser in Kontakt gekommen ist oder aus diesem besteht: Eiswürfel und Glace, Salate und schalenloses Obst sind tabu. Milchprodukte und geschälte Früchte können in Regionen mit niedrigen Hygienestandards ebenfalls ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Auch durch grosse Hitze können Kleinkinder erkranken – schneller als Erwachsene, da Babys ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren können. Um einen Kreislaufkollaps oder einen Hitzschlag zu vermeiden, sollten Kinder ausreichend mit Sonnencreme geschützt werden – auch im Gesicht – und viel trinken. Strandbesuche werden am besten auf den Vormittag oder den späten Nachmittag verlagert und zeitlich begrenzt. Die heisse Mittagszeit hingegen sollte unbedingt im Schatten verbracht werden, andernfalls drohen Sonnenbrand und Sonnenstich. Kleinkinder unter zwölf Monate gehören grundsätzlich nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Im Schatten ist ebenso Vorsicht geboten: Auch hier verlieren Babys viel Flüssigkeit, umso wichtiger ist es, dass sie immer wieder Getränke angeboten bekommen. Hitze entsteht auch im verschlossenen Auto; dort hat das Baby nichts verloren. Auch wenn nur kleine Besorgungen oder kurze Wege anstehen: Weder Gross noch Klein darf im Auto zurückbleiben!

Wen es in wärmere Regionen zieht, der sollte sich vor Malaria schützen. Je nach Reiseziel sind Prophylaxe- oder Notfall-Medikamente angeraten. Verlässlichen Schutz vor Ort bietet ein Moskitonetz, das lästige Mücken fernhält. Darüber hinaus sollte besonders in den Abendstunden die Haut mit Kleidung bedeckt oder mit Mückenspray geschützt werden. Hier ist allerdings auf die jeweilige Altersbeschränkung des Produkts zu achten. Tritt trotz aller Vorsichtsmassnahmen während der Reise in ein Malariagebiet oder nach der Rückkehr Fieber auf, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Nicht nur von Mücken, auch von grösseren Tieren kann eine Gefahr ausgehen: Tollwut ist weltweit in Städten und auf dem Land verbreitet, wird durch Säugetiere wie Hunde, Katzen, Affen und Fledermäuse übertragen und führt in jedem Fall zum Tod. Aus diesem Grund empfiehlt sich ein Impfschutz. Wird das Baby gekratzt, gebissen oder auch nur an einer verletzten Hautstelle abgeleckt, muss die betroffene Partie gründlich gewaschen und desinfiziert werden. Erfolgt eine Impfung innerhalb von 24 Stunden nach dem Tierkontakt, kann der Ausbruch von Tollwut wirksam verhindert werden.

Vor Bissen und Stichen anderer Tiere schützt häufig schon das richtige Schuhwerk: Schlangen kommen gegen feste Treter nicht an und am Strand verhindern Sandalen den Kontakt mit Meerestieren wie Quallen und Krebsen. Auch Scherben und anderer Müll, der eventuell im Sand verborgen liegt, kann das Kleinkind nicht verletzten, wenn es Schuhe trägt.

Doch nicht nur in der Natur ist Vorsicht angeraten, auch von Hotels und Ferienanlagen geht ein gewisses Unfallrisiko aus, denn viele Unterkünfte sind nicht kindersicher. Zu achten ist vor allem auf verdeckte Steckdosen und für Kleinkinder unzugängliche elektrische Geräte. Auch auf Treppe und Balkon, an Fenstern, Glastüren und im Schwimmbad ist Kindersicherheit oberstes Gebot. Nicht nur im, auch am Wasser sollten Kleinkinder immer Schwimmflügel tragen: Schnell sind sie doch einmal in den Pool oder das Meer gelaufen. Bei Mietwagen ist vor der Fahrt ein Sicherheitscheck notwendig: Funktionieren die Bremsen, sitzt der Sicherheitsgurt, macht das Auto einen fahrtüchtigen Eindruck? Eine kleine Probefahrt verschafft hier schnell Gewissheit.

Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollte die Reiseapotheke für Kleinkinder unzugänglich aufbewahrt werden. Auch Lebensmittel, Pflanzen, Pilze und Tiere können eine Vergiftung verursachen. In diesen Fällen berät der 24-Stunden-Notdienst von Tox Info Suisse, der unter der Rufnummer 145 erreichbar ist.

Mit dem Baby im Flugzeug

Nichts spricht gegen eine Flugreise mit Kleinkind. Wenn es gesund ist, darf das Baby bereits ab der zweiten Lebenswoche in den Flieger mitgenommen werden. Damit es dort nicht quengelt oder ungeduldig wird, kann es mit Spielzeug unterhalten werden. Schlafmittel hingegen sind keine Option.

Da im Flugzeug oft sehr trockene Luft vorherrscht, sollte das Baby immer wieder zum Trinken animiert werden. Dadurch, aber auch durch kleine Zwischenmahlzeiten oder einfach nur den Schnuller wird ausserdem der Kabinendruck ausgeglichen, der besonders in der Landephase auftritt. Hier hilft auch ein Nasenspray. Auf der Flugreise ist es ratsam, das Kind nach dem Zwiebelprinzip zu kleiden, um eine schnelle Anpassung an klimatisierte Flughäfen und warme Aussentemperaturen zu gewährleisten.

Mit dem Kleinkind im Auto

Wer sich mit dem Auto in den Urlaub begibt, sollte bevorzugt nachts oder am frühen Morgen fahren, da hier weniger Verkehr auf den Strassen ist und die Temperaturen milder sind. Ausserdem besteht so die Chance, dass das Baby den Grossteil der Anreise verschläft. Auch Autofahrten tagsüber sollten sich idealerweise am Schlafrhythmus des Kindes orientieren. Im Auto hat das Kleinkind seinen Platz im Kindersitz. Neben ihm ist genügend Freiraum, dass sich notfalls ein Erwachsener zu dem Kind setzen kann, um es zu beruhigen oder zu unterhalten. Fenster sind geschlossen zu halten und mit einem Sonnenschutz zu versehen. Die Hutablage bleibt frei, damit bei einem scharfen Bremsvorgang nichts auf das Baby fällt. Die Klimaanlage sollte moderat eingestellt werden.

Zu jeder längeren Autofahrt gehört auch eine Rast: Bei der Reise mit Kleinkindern sollte alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden. Ein Durchlüften des Autos reicht dabei nicht aus, das Baby muss auch aus dem Kindersitz genommen werden, damit es sich erholen kann. Wird ein Mietwagen gebucht oder steht eine Taxifahrt an, müssen dieselben Sicherheitsbedingungen wie im privaten Auto vorherrschen – zum Wohle des Kindes, aber auch, um die Urlaubskasse zu schonen. Wer sich beispielsweise ohne Kindersitz in der EU erwischen lässt, riskiert ein saftiges Bussgeld – egal, ob er mit dem eigenen Wagen oder dem Taxi unterwegs ist.

Mit dem Kleinkind im Zug

Wenn das Kleinkind Autofahrten nicht mag, stellt der Zug eine gute Alternative dar, denn die Bahn bietet viel Reisekomfort für Familien. Spezielle Mutter-Kind-Abteile, aber auch der Ruhebereich sind ideal für Zugfahrten mit dem Baby. Beides sollte jedoch frühzeitig reserviert werden. Wer ausserhalb der Hauptreisezeit und der Stosszeiten zur Rush Hour fährt, hat es ruhiger im Abteil und mehr Platz für das Gepäck. Wichtig: Was während der Fahrt dringend benötigt wird, sollte nicht im Hauptgepäck verstaut, sondern griffbereit am Platz bereitgehalten werden.