Einige Kilos zu viel – das müssen Sie wissen

Einige Kilos zu viel – das müssen Sie wissen

Vier von zehn Erwachsenen in der Schweiz leiden an Übergewicht. Das sind doppelt so viele, wie vor 25 Jahren. Übergewicht fordert eine langfristige, breit abgestützte Therapie. Machen Sie den ersten Schritt mit einem HerzCheck®.

Das wichtigste Mass für Übergewicht ist der Body-Mass-Index (BMI). Er wird aus der Körpergrösse und dem Körpergewicht berechnet. Auf amavita.ch/de/bmi finden Sie ein Tool zur Berechnung Ihres BMI. Von Übergewicht sprechen wir bei einem BMI zwischen 25 und 30. Ein BMI über 30 gilt als Adipositas oder Fettsucht.

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Mann, Frau, Jugendliche – es betrifft alle

42 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind übergewichtig, 10 Prozent adipös. Das betrifft je länger je mehr auch Kinder. Gemäss Untersuchungen der Stiftung Gesund-heitsförderung Schweiz leiden 12.9 Prozent der 6- bis 12-jährigen Kinder an Übergewicht und 4.4 Prozent an Adipositas.

Die «positive» Energiebilanz

Erhält der Körper mehr Energie in Form von Kalorien, als er verbrauchen kann, entsteht eine positive Energiebilanz. Dabei lagert der Körper überschüssige Fette in die Fettzel-len ein.Zugleich nehmen die Insulinempfänger im Fettgewebe ab. Der Körper spricht weniger auf das Insulin an, d.h. der Blutzucker kann nicht ausreichend verwertet werden. Das Hungergefühl wächst. Ein teuflischer Kreislauf, für den es keine Lösungen auf die Schnelle gibt: Bei Übergewicht sollten Ernährung, Bewegung und Verhalten überdacht werden.

Gesundheitliche Folgen

Menschen mit Übergewicht sind mehrfach bestraft: Sie leiden unter den körperlichen Folgen und müssen viele Begleiterkrankungen in Kauf nehmen. Denn, je mehr Fett wir mit uns herumtragen, umso gefährdeter sind wir für Herzinfarkte, hohen Blutdruck, Diabetes Typ 2, Gallen-steine oder Atemprobleme wie Schlafapnoe. Zugleich belastet das hohe Körpergewicht den Bewegungsapparat, insbesondere die Gelenke und die Wirbelsäule.

Stress macht Hunger

Leben wir unter Anspannung, etwa wenn wir zu viel Arbeit haben oder uns übermässig Sorgen machen, setzt der Körper Glucocorticoide aus. Die machen Appetit. Bei einem Test assen Probanden nach einer Stressphase 41 Prozent mehr als üblich. Der Fettgehalt der Speisen lag 25 Prozent höher.

Quelle: «Stress macht dick», Deutsche Forscher aus Lübeck

Tipps für Kinder in der Gewichtsbalance

Kinder essen nach dem Lustprinzip quer durchs Schlaraffenland. Gesundheit kümmert sie wenig. Das kann bei zu wenig Bewegung zu zusätzlichen Kilos führen. Lesen Sie unsere neun Tipps, wie Sie Ihrem Kind zu einem gesunden Gewicht verhelfen können.

Schwangerschaft

Essen Sie in der Schwangerschaft genügend, aber nicht für zwei: Gemüse, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, wenig Süssigkeiten.

Rauch

Kinder von schwangeren rauchenden Müttern werden häufiger übergewichtig. Schaffen Sie den Rauchausstieg.

Schlafen

Kinder, die zu wenig schlafen, sind eher gefährdet, übergewichtig zu werden. Zu wenig Schlaf kann zu Insulinresistenz führen. Gestalten Sie Einschlafrituale, lesen Sie eine Geschichte vor oder kuscheln Sie gemeinsam.

Getränke

Meiden Sie Süssgetränke. Wasser ist der beste Durstlöscher. Ungesüsster Tee ist auch gut.

Medien

Elektronische Medien gehören zum Alltag, jedoch nicht ins Kinderzimmer. Vereinbaren Sie feste Zeiten, räumen Sie nach dem Medienkonsum Zeit zum Toben ein.

Stress

Gestresste Kinder (Ärger, Überforderung in der Schule, Fernsehen etc.) können mit übermässigem Essen reagieren. Schaffen Sie Inseln der Entspannung (z.B. feste Ruhezeiten über Mittag).

Antibiotika

Antibiotika-Kuren können die Darmflora stören, dies kann das Körpergewicht beeinflussen. Reagieren Sie bevor Antibiotika nötig ist. Wir beraten Sie gerne dazu in Ihrer Amavita Apotheke.

Essen Sie regelmässig

Setzen Sie sich zu fixen Mahlzeiten gemeinsam an den Familientisch.

Spielen

Draussen spielen macht Spass. Unterstützen Sie den Bewegungsdrang von Kindern aktiv. Die ganze Familie macht mit.

Übergewicht und Adipositas