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Die Erkrankung Diabetes mellitus entsteht durch einen Mangel oder eine ungenügende Wirkung des Hormons Insulin. Bei Diabetes mellitus Typ I liegt eine Schädigung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse vor. Grund dafür ist entweder eine Autoimmunreaktion oder eine genetische Veranlagung des Körpers. Als Folge der Zellschädigungen kommt es zu einer unzureichenden Insulinproduktion, wodurch der Zuckerstoffwechsel erheblich gestört wird. Je nach Krankheitsverlauf kann die Insulinproduktion gänzlich aufhören, wodurch sich der Insulinmangel noch verstärkt.
Editorin
Meistens liegt dem Typ-1-Diabetes eine Autoimmunreaktion zugrunde, wobei das Immunsystem des Körpers die insulinproduzierenden Zellen angreift und zerstört. Verschiedene Virenarten, wie Enteroviren, Mumps-Viren und bestimmte Corona-Viren stehen im Verdacht, bei genetisch vorbelasteten Personen eine solche Autoimmunreaktion in Gang zu bringen.
Ein Diabetes Typ 1 macht sich meist durch deutliche Symptome bemerkbar. Dazu gehören Müdigkeit, Schwindelgefühle, Appetitlosigkeit, übermässiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust und Muskelverlust. Bei einigen Personen mit einem Typ-1-Diabetes kann auch ein süsslich-stechender Atemgeruch entstehen.
Bei Typ-1-Diabetes produziert der Körper kein eigenes Insulin mehr, weshalb Insulin lebenslang von aussen zugeführt werden muss. Ziel der Behandlung ist es, Menge und Zeitpunkt des Insulins möglichst gut ans Essen, Bewegung und den persönlichen Bedarf anzupassen. In bestimmten Situationen wie Krankheit oder Stress kann sich der Bedarf verändern.
Die Behandlung von Typ-1-Diabetes erfordert immer eine ärztliche Betreuung. Die richtige Einstellung, Schulung und regelmässige Kontrolle durch medizinisches Fachpersonal sind entscheidend für eine sichere und erfolgreiche Therapie.
Die Behandlung von Diabetes Typ 1 besteht aus einer lebenslangen Insulintherapie, die ärztlich. Ziel ist es, die die natürliche Insulinfreisetzung eines gesunden Körpers nachzuahmen. Die Einstellung der Therapie erfolgt nach sorgfältiger ärztlicher Abklärung und wird individuell angepasst.
Eine diabetische Ketoazidose ist ein medizinischer Notfall, der durch Stoffwechselvorgänge bei starkem Insulinmangel entstehen kann. Die diabetische Ketoazidose wird auch als Diabetisches Koma bezeichnet und kann sich durch verschiedene Symptome ankündigen. Dazu gehören Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen und ein typischer Aceton-Geruch des Atems. Während einer diabetischen Ketoazidose können auch Bewusstseinsstörungen bis zur Bewusstlosigkeit (Koma) auftreten.
Diabetes Typ 1 kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten wird die Erkrankung jedoch im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert. Die höchste Neuerkrankungsrate von Diabetes Typ 1 liegt zwischen 11 und 13 Jahren. In der Schweiz ist ungefähr eines von 2500 Kindern von Diabetes Typ 1 betroffen.