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    Mundtrockenheit (Xerostomie)

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    Was ist Mundtrockenheit und wie äussert sie sich?

    Mehrere Speicheldrüsen sorgen beständig dafür, dass die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht gehalten werden. So können die Schleimhäute ihre Aufgaben übernehmen und den Körper effektiv gegen Angriffe durch Keime schützen. Zusätzlich hat Speichel eine reinigende Wirkung. Er dringt in alle Bereiche der Mundhöhle vor und spült Schadstoffe und Keime weg. Darüber hinaus enthält Speichel Verdauungsenzyme. 

    Normalerweise produziert ein Mensch etwa einen halben bis anderthalb Liter Speichel am Tag. Wird zu wenig erzeugt, spricht man von einer Hyposalivation. Betroffene von Mundtrockenheit beziehungsweise Xerostomie, wie sie auch genannt wird, weisen keinen Flüssigkeitsspiegel am Mundboden auf und haben häufig Mundgeruch. Die Mundschleimhaut ist gerötet und schmerzempfindlich. Unbehandelt führt Mundtrockenheit langfristig sehr oft zu Zahnerkrankungen wie Karies sowie Aphthen & Mundentzündungen, weil die Reinigungswirkung des Speichels fehlt. 
     

    Zu den häufigsten Ursachen für Mundtrockenheit gehören:

    • Fortgeschrittenes Alter
    • Dehydratation (zu wenig trinken)
    • Wechseljahre
    • Einnahme von bestimmten Medikamenten
    • Erkrankungen wie Morbus Zagari, AIDS, Sepsis oder das Sjögren-Syndrom
    • Strahlen- oder Radiojod-Therapie
    • Entzündungen oder Tumore in den Speicheldrüsen

    Welche Medikamente erzeugen Mundtrockenheit?

    Neben fortgeschrittenem Alter und zu wenig Flüssigkeitsaufnahme ist die häufigste Mundtrockenheit-Ursache Medikamenten-Einnahme. Die Hyposalivation tritt also als Nebenwirkung auf.

    Zu den Medikamenten, die Mundtrockenheit verursachen, zählen zum Beispiel:

    • Bestimmte Blutdrucksenker
    • Trizyklische Antidepressiva
    • Antihistaminika
    • Zytostatika (Krebstherapie)
    • Anticholinergika wie Atropin

    Ist die Mundtrockenheit eine Medikamenten-Nebenwirkung, kann es helfen, das Arzneimittel zu wechseln. Es ist deshalb wichtig, diese unerwünschte Wirkung ärztlich zu besprechen. 

    Mundtrockenheit nachts – Medikamente, die helfen!

    Ein Sonderfall ist die Mundtrockenheit nachts. Medikamente wie Blutdrucksenker können zwar auch nächtliche Hyposalivation verursachen, noch häufiger jedoch hängen die Beschwerden mit einer verstärkten Mundatmung im Schlaf zusammen. Diese lässt sich zum Beispiel auf eine verstopfte Nase, Schnarchen oder eine verringerte Speichelproduktion im Schlaf zurückführen. Eine trockene Raumluft oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme am Abend tragen zum Auftreten der Mundtrockenheit bei. Neben einer Behandlung der Ursachen sind für die nächtliche Mundtrockenheit Produkte mit Hyaluronsäure zum Befeuchten besonders gut geeignet. Die abendliche Pflege mit einem Munddesinfektionsmittel reinigt die Zwischenräume und regt die Speichelbildung an. 

    Medikamente gegen Mundtrockenheit kaufen

    Medikamente gegen Mundtrockenheit und künstlicher Speichel setzen auf Bestandteile, welche für eine gleichmässige und stabile Benetzung der Schleimhäute sorgen. Zu den am häufigsten genutzten Inhaltsstoffen gehören Hyaluronsäure, Xylitol und andere Gelbildner wie Carmellose. Welches Produkt für Sie geeignet ist, hängt von der Art und Häufigkeit der Beschwerden ab. Das Angebot reicht vom flüssigen Speichel über Gele und Lutschtabletten bis zu Sprays. 

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Medikamente lösen Mundtrockenheit aus?

    Manche Medikamente nehmen Einfluss auf die Speichelbildung. Dazu gehören zum Beispiel bestimmte Mittel, die zum Senken des Blutdrucks oder gegen Depressionen eingesetzt werden. Einige Produkte gegen Allergien (Antihistaminika) und in der Krebstherapie genutzte Arzneimittel können ebenfalls eine Hyposalivation verursachen. Manche Menschen reagieren auch auf andere Mittel mit Mundtrockenheit. Sprechen Sie deshalb Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf diese Beschwerden an, wenn Sie mit einem neuen Arzneimittel Mundtrockenheit bei sich beobachten. 

    Welche Ursachen hat Mundtrockenheit in den Wechseljahren?

    Während der Wechseljahre verändern sich viele Prozesse im Körper. Die Schleimhäute im Mund und Intimbereich sind davon oft betroffen. Typische Beschwerden sind trockene Lippen, eine klebrige Zunge und ein ständiges Durstgefühl. Betroffene haben ausserdem ein stark erhöhtes Risiko für Zahnfleischentzündungen und Karies. Hinter den Problemen steckt der sinkende Östrogenspiegel. Bei starken Beschwerden ist eine frauenärztliche Beratung empfehlenswert. 

    Was hilft, wenn der Speichel wegbleibt?

    Bevor man zu Medikamenten gegen Mundtrockenheit greift, lohnen sich einige einfache Massnahmen und Hausmittel. So kann es helfen, mehr zu trinken, wasserreiches Obst und Gemüse zu essen, zuckerfreie Kaugummis zu kauen oder den Speichelfluss mit Kräutern wie Ingwer oder Fenchel anzuregen. 

    Was kann man zahnärztlich gegen Probleme mit Mundtrockenheit machen?

    Eine gute Mundhygiene ist wichtig, um Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten – gerade bei Mundtrockenheit. Fluoridanwendungen und eine professionelle Zahnreinigung gehören deshalb zu den häufigsten zahnmedizinischen Massnahmen.

    Wann sollte man mit Mundtrockenheit eine Arztpraxis aufsuchen?

    Der Arztbesuch ist ratsam, wenn die Mundtrockenheit anhält und der Einsatz von künstlichem Speichel nicht ausreicht. Das gilt besonders, wenn die Hyposalivation plötzlich und heftig auftritt. Weil unbehandelt Schäden für Zähne und Zahnfleisch drohen, sollte die Mundtrockenheit ernst genommen und behandelt werden. 

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