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    Raucherentwöhnung

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    Mark Twain sagte einst: «Mit dem Rauchen aufzuhören ist leicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft.» Dieses Zitat bringt die eigentliche Herausforderung auf den Punkt, die nicht beim Aufhören, sondern beim Durchhalten liegt. Damit die Raucherentwöhnung auch langfristig klappt, hilft es, wirksame Methoden, Medikamente und Hilfsmittel zu kennen. Ein Hintergrundwissen über die Phasen der Raucherentwöhnung und dabei auftretende Entzugserscheinungen unterstützt beim Durchstarten in einen neuen rauchfreien Lebensabschnitt.

    Mit dem Rauchen aufhören: die Raucherentwöhnung und ihre Phasen

    Gute Gründe für die Raucherentwöhnung gibt es viele: Rauchen belastet Atemwege, Herz & Kreislauf, darüber hinaus macht es sich finanziell bemerkbar. Von ersten Überlegungen, aufzuhören, bis zum erreichten Ziel erfolgt die Raucherentwöhnung in Phasen:

    1. Raucherphase: Rauchen wird mit Genuss gleichgesetzt, negative Folgen werden heruntergespielt.
    2. Überlegungsphase: Zweifel kommen auf, die Vor- und Nachteile werden abgewogen.
    3. Entschlussphase: Der Entschluss für eine Raucherentwöhnung steht fest, die Motivation ist hoch, Pläne für die Umsetzung werden geschmiedet.
    4. Handlungsphase: Die Raucherentwöhnung beginnt. Alle Raucher-Utensilien werden entfernt; eine Verhaltensänderung setzt ein. Körperliche und psychische Entzugssymptome machen sich bemerkbar; die Phase der Regeneration beginnt.
    5. Stabilisierungsphase: Nach einigen Monaten Rauchfreiheit tritt das Verlangen nur noch gelegentlich auf.
    6. Nichtraucherphase: Mit dem Erreichen des Ziels kommt ein Freiheitsgefühl auf.

    Gut zu wissen: Werden zur Raucherentwöhnung Hilfsmittel eingesetzt, steigt die Chance auf einen dauerhaften Rauchstopp.

    Warum bei einer Raucherentwöhnung Entzugserscheinungen auftreten

    Da die Regeneration des Körpers bereits rund 30 Minuten nach der letzten Zigarette einsetzt, verbessert ein Rauchstopp kurz- sowie langfristig die Gesundheit. Gleichzeitig setzen mit der Raucherentwöhnung Entzugserscheinungen ein, da der Körper auf den Entzug der hochgradig suchterzeugenden Substanz Nikotin reagiert.

    • Physische (körperliche) Symptome: Husten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verstopfung, Appetitlosigkeit oder starkes Hungergefühl, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, Schwindel
    • Psychische (seelische) Symptome: starkes Verlangen nach Zigaretten, Reizbarkeit, depressive Verstimmungen, Angst

    Der körperliche Nikotinentzug dauert etwa zwei bis drei Wochen, dann klingen damit verbundene Symptome nach und nach ab.

    Wichtig zu wissen: Bei Nikotin handelt es sich um ein Nervengift, das als Alkoid vor allem in der Tabakpflanze enthalten ist. Sein hohes Suchtpotenzial wird durch Monoaminooxidase-Hemmer (MAOI) im Tabakrauch verstärkt. Diese zählen als Psychopharmaka zu den Antidepressiva.

    Raucherentwöhnung: wie Tabletten & andere Hilfsmittel eingesetzt werden

    Als kombinierte Massnahmen bei einem Raucherstopp haben sich Beratungen, Unterstützung bei Verhaltensänderungen und eine Nikotinersatz-Therapie bewährt. Diese funktioniert mit rezeptfrei erhältlichen Pflastern, Sprays, Inhalatoren, Kaugummis und Lutschtabletten, die Nikotin in gering dosierten Mengen abgeben. Bei einer arzneibasierten Therapie kommen bei einer Raucherentwöhnung Medikamente mit den Wirkstoffen Vareniclin und Bupropion zum Einsatz.

    • Vareniclin steigert den langfristigen Entwöhnungserfolg, indem es die Entzugssymptome und das Verlangen lindert. Gleichzeitig mindert es den Belohnungseffekt, der mit Rauchen einhergeht.
    • Bupropion ist ein Antidepressivum, das die Raucherentwöhnung mit oder ohne vorherige Depressionen nachweislich unterstützt. Gemeinsam mit Nikotin-Ersatzprodukten angewendet, ist seine Erfolgsrate sehr hoch.

    Gut zu wissen: Bei der Raucherentwöhnung eingesetzte Tabletten sind nicht rezeptfrei, da bei einer medikamentengestützten Therapie eine ärztliche Begleitung erforderlich ist.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Methoden der Raucherentwöhnung gibt es?

    Der erste Ansatz in Sachen Rauchstopp besteht oft darin, von einem Tag auf den anderen mit dem Rauchen aufzuhören. Diese Methode wird auch „kalter Entzug“ genannt und kann für Betroffene körperlich wie psychisch sehr belastend sein. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, dass sie bei vier Prozent aller Raucher über das erste Jahr hinaus erfolgreich ist.

    Wird die Raucherentwöhnung durch Medikamente und weitere Hilfsmittel begleitet, erhöht sich die Erfolgsquote auf 50 bis 60 Prozent. Ärztlich begleitet wird die Raucherentwöhnung mit Tabletten; rezeptfrei sind nikotinhaltige Kaugummis, Lutschtabletten, Sprays, Pflaster und Inhalationsgeräte für eine Nikotin-Ersatztherapie erhältlich.

    Raucherentwöhnung – was hilft wirklich?

    Die Raucherentwöhnung ist ein komplexer Prozess, der neben dem körperlich spürbaren Nikotinentzug auch psychische Symptome wie Reizbarkeit umfasst. Dazu gesellen sich psychologische Aspekte wie der Umgang mit Verlangen. Da Rauchen meist mit bestimmten Situationen und Gewohnheiten verbunden ist, erfordert ein Rauchstopp auch eine Verhaltensänderung. Am besten hilft daher eine Strategie, die all diese Faktoren einbezieht. Als kompetente Ansprechpartner sind Arztpraxis und Apotheke die erste Adresse.

    Sind im Rahmen einer Raucherentwöhnung Medikamente erforderlich, dann werden diese ebenfalls ärztlich verschrieben. Begleitend empfiehlt sich, den Fokus auf den Themenbereich Ernährung & Gesundheit zu legen. Einerseits lässt sich dadurch eine Gewichtszunahme verhindern, andererseits etabliert Sport neue Verhaltensmuster und Gewohnheiten. Ebenfalls wichtig: Die Motivation aufrechterhalten und auch nach einem Rückfall einfach weitermachen.

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