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    Tollwut (Rabies)

    Tollwut ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, die das Nervensystem befällt. Die Ansteckung erfolgt meist durch Biss- oder Kratzverletzungen infizierter Tiere oder durch Kontakt mit deren Speichel. Ohne rechtzeitige Behandlung verläuft die Erkrankung nach Ausbruch der Symptome nahezu immer tödlich.

    RD
    Rahel Drack

    Editorin

    Merkmale von Tollwut

    Tollwut wird durch das Rabiesvirus verursacht und gehört zu den Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Die Ansteckung erfolgt meist durch Biss- oder Kratzverletzungen infizierter Tiere oder durch den Kontakt von infektiösem Speichel mit verletzter Haut oder Schleimhäuten.

    Obwohl die Schweiz heute als tollwutfrei gilt, besteht in vielen Ländern weiterhin ein Ansteckungsrisiko. Besonders gefährdet sind Personen mit engem Tierkontakt, bestimmte Berufsgruppen sowie Reisende in Regionen, in denen Tollwut noch verbreitet ist. Nach dem Auftreten von Symptomen verläuft die Erkrankung nahezu immer tödlich. Eine rasche medizinische Behandlung nach einer möglichen Ansteckung sowie vorbeugende Impfungen für Risikogruppen können jedoch einen Ausbruch der Krankheit verhindern.

    Symptome von Tollwut

    Die Zeit zwischen Ansteckung und Krankheitsausbruch beträgt meist 20 bis 60 Tage, kann jedoch je nach Bissstelle und Virenmenge deutlich variieren. Die Erkrankung beginnt häufig mit unspezifischen Beschwerden.

    Frühe Symptome

    • Fieber
    • Kopfschmerzen
    • Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl
    • Muskel- und Gliederschmerzen
    • Übelkeit
    • Juckreiz, Brennen oder Schmerzen im Bereich der Biss- oder Kratzverletzung

    Im weiteren Verlauf befällt das Virus das Nervensystem. Betroffene können Unruhe, Angstgefühle, Verwirrtheit, Lichtempfindlichkeit sowie Muskelzuckungen und Krämpfe entwickeln. Typisch sind zudem Schluckbeschwerden, vermehrter Speichelfluss sowie schmerzhafte Schluck- und Atemkrämpfe, die zu einer ausgeprägten Angst vor dem Trinken von Wasser (Hydrophobie) führen können. Später treten zunehmend Muskelschwäche und Lähmungen auf, die sich auf die Atemmuskulatur ausbreiten können. Schliesslich kommt es zu Bewusstseinsstörungen, Koma und in den meisten Fällen zum Tod.

    Übertragung der Krankheit

    Tollwut wird durch den Speichel infizierter Tiere übertragen. Die Ansteckung erfolgt meist durch Biss- oder Kratzverletzungen, bei denen das Virus über verletzte Haut in den Körper gelangt. Seltener kann eine Übertragung auch erfolgen, wenn infektiöser Speichel mit Schleimhäuten, beispielsweise von Augen, Nase oder Mund, in Kontakt kommt.

    Das Virus befällt zahlreiche Säugetiere. Je nach Region zählen Hunde, Füchse, Fledermäuse und andere Wildtiere zu den wichtigsten Überträgern. Nach dem Eindringen in den Körper wandert das Virus entlang der Nervenbahnen zum Gehirn und verursacht dort schwere Schädigungen des Nervensystems.

    Risikofaktoren für eine Ansteckung

    Ein erhöhtes Risiko für eine Tollwut-Infektion besteht insbesondere nach Biss- oder Kratzverletzungen durch Tiere in Ländern, in denen Tollwut noch verbreitet ist. Besonders häufig erfolgt die Übertragung weltweit durch infizierte Hunde. Auch der Kontakt zu Fledermäusen oder anderen Wildtieren kann ein Risiko darstellen.

    Gefährdet sind vor allem Reisende in Regionen mit Tollwutvorkommen sowie Personen mit beruflichem Tierkontakt, beispielsweise Tierärzt:innen, Wildhüter:innen oder Mitarbeitende in Tierheimen. Besonders kritisch sind Verletzungen im Kopf- und Halsbereich, da das Virus von dort schneller das zentrale Nervensystem erreichen kann.

    Krankheitsverlauf von Tollwut

    Nach einer Ansteckung vergehen meist 20 bis 60 Tage, bis die ersten Symptome auftreten. Anfangs zeigen sich oft unspezifische Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit sowie Schmerzen oder Juckreiz im Bereich der Biss- oder Kratzverletzung. Im weiteren Verlauf befällt das Virus das Nervensystem und führt zu schweren neurologischen Symptomen wie Angstzuständen, Verwirrtheit, Schluckkrämpfen, Lähmungen und schliesslich zum Koma. Tollwut verläuft nach dem Auftreten erster Symptome nahezu immer tödlich.

    Komplikationen von Tollwut

    Zu den schwerwiegendsten Komplikationen gehören fortschreitende Lähmungen, Atemversagen sowie schwere Schädigungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Deshalb ist nach einer möglichen Ansteckung eine sofortige ärztliche Abklärung entscheidend, um den Ausbruch der Erkrankung durch eine rechtzeitige Behandlung zu verhindern.

    Vorbeugung von Tollwut

    Die wichtigste Massnahme zur Vorbeugung von Tollwut ist der Verzicht auf den Kontakt mit Wildtieren sowie unbekannten oder streunenden Tieren in Risikogebieten. Auch tote Tiere sollten nicht berührt werden. Nach einem Tierbiss, einer Kratzverletzung oder dem Kontakt von Speichel mit Augen, Nase, Mund oder verletzter Haut sollte die betroffene Stelle sofort gründlich mit Wasser und Seife gereinigt und umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

    Für Personen mit erhöhtem Risiko stehen wirksame Schutzimpfungen zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise Tierärztinnen und Tierärzte, Personen mit Kontakt zu Fledermäusen sowie Reisende in Regionen, in denen Tollwut verbreitet ist. Eine rechtzeitig durchgeführte Impfung nach einer möglichen Ansteckung kann den Ausbruch der Erkrankung verhindern, solange noch keine Symptome aufgetreten sind.

    Da Tollwut nach dem Auftreten von Symptomen nahezu immer tödlich verläuft, sind eine rasche medizinische Abklärung und gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung nach einer möglichen Exposition entscheidend.

    Frau wird in der Apotheke gegengeimpft

    Tollwut-Impfung

    Die Tollwut-Impfung schützt vor einer potenziell lebensbedrohlichen Infektionskrankheit und wird insbesondere für bestimmte Berufsgruppen sowie Reisende in Risikogebiete empfohlen. Bei Amavita erhalten Sie im Rahmen unseres Services Beratung plus eine persönliche Beratung sowie die Möglichkeit, sich einfach und unkompliziert gegen Tollwut impfen zu lassen.Mehr zur Tollwut‑Impfung erfahren

    Behandlung von Tollwut

    Nach einem Tierbiss, einer Kratzverletzung oder dem Kontakt mit möglicherweise infektiösem Speichel sollte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Wird die Behandlung rechtzeitig begonnen, kann der Ausbruch der Krankheit durch eine Impfung und weitere Schutzmassnahmen verhindert werden.

    Sobald jedoch erste Symptome auftreten, gibt es in der Regel keine wirksame Behandlung mehr gegen Tollwut. Die medizinische Betreuung beschränkt sich dann auf die Linderung der Beschwerden und die Unterstützung lebenswichtiger Körperfunktionen. Deshalb ist eine rasche ärztliche Abklärung nach einer möglichen Ansteckung besonders wichtig.

    Häufig gestellte Fragen zu Tollwut

    Das Risiko einer Tollwut-Infektion hängt unter anderem von der Tierart, dem Herkunftsland und den Umständen des Kontakts ab. Besonders nach Biss- oder Kratzverletzungen durch Tiere in Ländern mit Tollwutvorkommen sollte eine medizinische Abklärung erfolgen. Auch bei Kontakt mit Fledermäusen wird eine ärztliche Beurteilung empfohlen.

    Die Tollwut-Impfung bietet einen sehr wirksamen Schutz vor einer Erkrankung. Nach einer möglichen Ansteckung können trotz bestehendem Impfschutz weitere medizinische Massnahmen erforderlich sein. Welche Behandlung im Einzelfall empfohlen wird, sollte durch eine medizinische Fachperson beurteilt werden.

    Eine Tollwut-Erkrankung kann in vielen Fällen verhindert werden, wenn nach einer möglichen Ansteckung rasch medizinische Massnahmen eingeleitet werden. Dazu gehören die gründliche Reinigung der Wunde sowie gegebenenfalls eine Impfung und weitere vorbeugende Behandlungen. Deshalb sollte nach jedem verdächtigen Tierbiss oder Tierkontakt umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.

    Inhalt
    • Merkmale von Tollwut
    • Symptome von Tollwut
    • Übertragung der Krankheit
    • Krankheitsverlauf von Tollwut
    • Vorbeugung von Tollwut
    • Behandlung von Tollwut

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