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Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt. Grund dafür ist eine Störung im Zuckerstoffwechsel, wodurch der Körper den Zucker aus dem Blut nicht richtig verwerten kann. Je nach Ursache dieser Störung wird zwischen Diabetes Typ 1 und Typ 2 unterschieden.
Editorin
Diabetes mellitus ist eine Erkrankung des Stoffwechsels, bei der die Wirkung des Hormons Insulin unzureichend ist. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet und ist für die Aufnahme von Glukose in die Körperzellen zuständig. Wenn dieses Hormon in unzureichenden Mengen vorhanden ist oder die Wirkung des Hormons gestört ist, verbleibt die Glukose im Blut. Erhöhte Blutzuckerspiegel verursachen langfristig Ablagerungen an den Blutgefässen, wodurch die Blutversorgung verschiedener Körperbereiche beeinträchtigt wird. Ausserdem werden die Zellen, die nicht genügend Glukose erhalten, mit Fetten versorgt. Dies beeinflusst die Blutfettwerte negativ und kann zur Übersäuerung des Körpers führen.
Durch die Erkrankung Diabetes mellitus kommt es zu einem vermehrten Eiweissabbau und der Aufbau der Muskeln wird eher gehemmt. Ausserdem versucht der Körper den Blutzucker mit dem Harn über die Blase auszuscheiden. Diese körperlichen Prozesse führen zu den folgenden Symptomen:
Dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte können zu Ablagerungen in den Gefässen führen, was wiederum die Durchblutung von Organen und Gewebe verschlechtert. Diese Mangeldurchblutung kann das betroffene Gewebe nachhaltig schädigen. Zudem greift ein chronisch hoher Blutzuckerspiegel die Nerven an, wodurch unter anderem das Schmerzempfinden gestört wird. Aufgrund dieser Prozesse können bei Diabetes mellitus verschiedene Folgeerkrankungen auftreten:
Die Erkrankung kann sich je nach Typ sehr unterschiedlich zeigen. Diabetes Typ 1 beginnt meist plötzlich mit deutlichen Beschwerden wie häufigem Wasserlassen, starkem Durst, Gewichtsverlust, Müdigkeit und Leistungsabfall. Bei Diabetes Typ 2 treten zu Beginn der Erkrankung eher unspezifische Symptome wie allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit. Symptome wie starker Durst und häufiges Wasserlassen zeigen sich meist erst später, wodurch die Typ-2-Diabetes oft erst sehr spät diagnostiziert wird.
Bei Verdacht auf Diabetes mellitus können die Blutzuckerwerte in einer Hausarztpraxis oder in der Apotheke überprüft werden. In einigen Apotheken werden Blutanalysen zur Messung des Langzeitzuckers (HbA1c) angeboten, um das aktuelle Risiko für Diabetes Typ 2 einzuschätzen. Erfahren Sie mehr zum DiabetesCheck in Ihrer Amavita Apotheke.
Diabetes Typ 1 entsteht durch die Schädigung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, wodurch es zu einem Insulinmangel kommt. Die Ursache der Zellschädigung ist in der Regel eine genetisch bedingte Autoimmunreaktion. Diabetes Typ 2 entwickelt sich dagegen schleichend und ist meist auf eine verminderte Wirkung des Hormons Insulin in den Körperzellen zurückzuführen. Eine solche Insulinresistenz entsteht häufig durch jahrelange unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel in Kombination mit einer genetischen Veranlagung.