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Von einem Sonnenbrand sprechen wir, wenn die Haut einer übermässigen UV-Strahlung ausgesetzt war, die sie nicht vertragen hat. Die Haut färbt sich dann rötlich, fängt an zu schmerzen, zu jucken, zu spannen und bildet im schlimmsten Fall sogar Blasen und löst sich langsam ab. Weshalb bei Sonnenbränden eine gezieltere Behandlung als nur das Auftragen einer Feuchtigkeitslotion sinnvoll ist, erfahren Sie in diesem Artikel.
Mehrstündiges Sonnenbaden ist jedes Mal belastend für die Haut, besonders im Sommer und während der Mittagszeit. Auch wenn danach keine Rötung sichtbar ist, kann die Haut abends mit einer sanften Feuchtigkeitslotion gepflegt werden. Aftersun-Produkte eignen sich hierfür sehr gut, da sie häufig leicht kühlend wirken.
Tritt nach dem Sonnen hingegen ein Sonnenbrand auf, ist eine gezielte Behandlung erforderlich. Aus medizinischer Sicht handelt es sich bei Sonnenbrand um eine Entzündungsreaktion der Haut. Die Rötung signalisiert, dass die Haut durch die UV-Strahlen stark beansprucht wurde und Zeit zur Regeneration benötigt.

Sie bemerken einen Sonnenbrand dadurch, dass Ihre Haut nach dem Sonnenbaden heiss und rot wird und spannt. Leider treten diese Symptome verzögert zur Hautschädigung auf, wodurch man den Sonnenbrand oft erst sehr spät bemerkt. Häufig können Sie einen Unterschied zwischen den Hautstellen erkennen, die von Kleidung bedeckt waren und den Stellen, die der Sonne ausgesetzt waren. Medizinisch werden bei einem Sonnenbrand unterschiedliche Schweregrade unterschieden:
1. Grad – leichter Sonnenbrand: Rötung und Spannungsgefühl der Haut
2. Grad – mittelschwerer Sonnenbrand: zusätzliche Blasenbildung der Haut
3. Grad – schwerer Sonnenbrand: weite Verbrennungen mit abgestorbenem Gewebe
Je nach Schweregrad des Sonnenbrands gibt es unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Bei einem Sonnenbrand mit Blasenbildung oder Hautstellen mit fehlender Empfindung sollten Sie stets ärztlichen Rat einholen. Ein Sonnenbrand mit leichten Symptomen wie Rötungen und Spannungsgefühl in der Haut kann gut zu Hause behandelt werden. Besonders wichtig ist, dass die betroffenen Hautstellen in den darauffolgenden Tagen nicht mehr der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden.
Die Hautentzündung, die bei einem Sonnenbrand auftritt, kann mit kühlenden und entzündungshemmenden Gels gelindert werden. Solche Arzneimittel können Juckreiz und Schmerzen an den betroffenen Hautstellen lindern. Hausmittel wie Quark oder Joghurt eignen sich nicht zur Behandlung eines Sonnenbrands, da sie Keime enthalten, die das Infektionsrisiko bei geschädigter Haut erhöhen können. Bei leichten Sonnenbränden können hingegen kühle, feuchte Umschläge mit hygienischen Materialien angewendet werden.
Falls sich Ihr Sonnenbrand im Gesicht befindet, sollten Sie auf stark entfettende oder reizende Waschlotionen verzichten, bis die Rötung abgeklungen ist. Unter Umständen genügt die Gesichtsreinigung mit Wasser. Verwenden Sie ansonsten besser eine milde Reinigungsmilch. Gesichtshaut und Lippen mit Sonnenbrand pflegen Sie am besten mit kühlenden Gesichtsmasken aus dem Kühlschrank sowie einer entsprechenden feuchtigkeitsspendenden Hautcreme beziehungsweise einem Lippenbalsam.

Manchmal ist die Haut nach der Sonne kaum gerötet, sondern nur leicht gereizt und fühlt sich trocken an. Um die Haut sanft zu kühlen, können feuchtigkeitsspendende Lotionen und Creme-Gels mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Aloe-Vera angewendet werden.
Zur Linderung leichter Hautreizungen kann auch das Gel aus der Aloe-Vera-Pflanze auf die Haut aufgetragen werden. Wichtig ist dabei, dass die Blattrinde nicht direkt mit der Haut in Berührung kommt, da es sonst zu Hautreizungen kommen kann.
Bei häufigen Sonnenbränden und zu viel Sonneneinstrahlung erhöht sich das Hautkrebsrisiko. Ausserdem lässt übermässige Sonneneinstrahlung die Haut schneller altern. Meiden Sie daher zu lange Sonnenbäder mit starker und direkter Sonneneinstrahlung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Haut vor einem Sonnenbrand schützen können. Achten Sie bei Textilien darauf, dass diese engmaschig gewebt und daher möglichst wenig lichtdurchlässig sind. Bei Sonnencremen sollten Sie auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten und bei einem längeren Aufenthalt in der Sonne nicht vergessen, regelmässig nachzucremen.
Wenn Sie sich im Wasser aufhalten, greifen Sie zu wasserfesten Sonnencremen. Vergessen Sie bei Ihrem Sonnenschutz keine Stellen wie die Kopfhaut, Ohren, Lippen oder auch die Fussrücken und Zehen. Ein Sonnenbrand im Gesicht oder auf den Lippen kann besonders unangenehm sein.