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Ob Erkältung oder Heuschnupfen – eine verstopfte oder laufende Nase ist eine äusserst unangenehme Belastung im Alltag oder hält uns nachts vom Schlafen ab. Schnelle und direkte Hilfe liefern Nasensprays. Es gibt sie mit unterschiedlichen Wirkstoffen für verschiedene Anwendungsgebiete.
Mit der Atemluft gelangen ständig feinste Partikel aus der Umgebung auf die Schleimhäute der Atemwege und dabei vor allem in die Nase. Dabei kann es sich um Feinstaub, Krankheitserreger oder zum Beispiel Allergene wie Pollen oder Tierschuppen handeln. Diese lösen in der Nase eine Immunantwort aus. Weil die Nasenschleimhäute stark durchblutet sind, können sie einerseits schnell anschwellen und andererseits auch leicht Wirkstoffe aufnehmen.
Zum Einsatz kommen Nasensprays deshalb vor allem bei:
Die Anwendung führt je nach Wirkstoff zu einer lokalen oder systemischen Wirkung.
Zahlreiche Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren sind typische Auslöser für Erkältungen und Atemwegsbeschwerden. Sie besiedeln die Schleimhäute und vermehren sich stark. Damit lösen sie eine Immunreaktion aus, die mit einem Anschwellen der Blutgefässe und Nasenschleimhäute einhergeht. Dadurch und durch die starke Bildung von Nasenschleim kann sich die Nase verstopft anfühlen und die Atmung kann erschwert sein.
Ein abschwellendes Nasenspray enthält einen Wirkstoff wie Xylometazolin oder Oxymetazolin, welcher für eine Verengung der geweiteten Blutgefässe in der geschwollenen Nasenschleimhaut sorgt. Diese schwillt ab und die Nasenatmung ist wieder erleichtert.
Bei einer Allergie gegen Pollen oder Tierhaare bzw. -schuppen reagiert ebenfalls das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion. Anders als bei einer Infektion kommt es aber nicht zur extremen Schleimbildung, sondern meist zu Rötungen, Juckreiz und einem Laufschnupfen. Die Schleimhäute schwellen an und erschweren die Nasenatmung.
In diesem Fall ist ein Nasenspray bei Heuschnupfen mit Wirkstoffen wie Antiallergika oder Kortison-Derivate ein wirksames Hilfsmittel. Sie dämmen die Überreaktion des Immunsystems auf das ungefährliche Allergen und lindern so die Beschwerden effektiv.
Ein Cortison-Nasenspray wie zum Beispiel das Mometason-Nasenspray ist nach einer Beratung auch ohne Rezept in einer Amavita-Apotheke erhältlich.
Aufgrund der guten Durchblutung der Nasenschleimhäute gelangen Wirkstoffe aus Nasensprays leicht bis in die Blutbahn. Während der Schwangerschaft und Stillzeit gilt deshalb besondere Vorsicht bei der Anwendung von Nasensprays. Halten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrer Arztpraxis oder nutzen Sie den Beratungsservice von Amavita bei Fragen rund um Nasenspray & Schwangerschaft.
Ein abschwellendes Nasenspray sorgt für eine Verengung der Blutgefässe in der Nasenschleimhaut. Nach einigen Stunden reagiert das Nervensystem jedoch auf diesen Eingriff und erweitert die Blutgefässe nochmals stärker. Die Nase schwillt wieder zu. Es entsteht eine Form von Abhängigkeit. Deshalb darf man abschwellende Nasensprays nur für maximal eine Woche am Stück anwenden. Besonders leicht gelingt die Entwöhnung, wenn Sie erst bei einem und zwei Tage später beim anderen Nasenloch mit der Anwendung aufhören.
Schwillt die Nase weiterhin zu, so kann die Anwendung eines Meerwassersprays Linderung bringen. Nutzen Sie ein solches Spray am besten bereits während der Erkältung parallel zum abschwellenden Nasenspray und sprühen Sie nach dem Absetzen weiterhin regelmässig mit Meerwasserspray, um die Nasenschleimhäute feucht zu halten.