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Der BMI, der Body-Mass-Index (oder IMC, Indice de Masse Corporelle), ist die gängigste Formel zur Bestimmung des Idealgewichts. Er setzt die Körpergrösse in Metern und das Körpergewicht in Kilogramm in Beziehung.
Der BMI berechnet sich wie folgt: das Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Bei einer Frau mit einer Körpergrösse von 1,67 Meter und einem Gewicht von 60 Kilogramm ergibt sich folgende Berechnung:
60 / (1,67 x 1,67) = 21,5
GESUNDHEITS-TOOL
Berechnen Sie Ihren Body-Mass-Index anhand von Grösse, Gewicht, Alter und Geschlecht.
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 – 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 – 29,9 | Übergewicht |
| 30,0 – 34,9 | Adipositas Grad I |
| 35,0 – 39,9 | Adipositas Grad II |
| 40 und höher | Adipositas Grad III |
| BMI | Interpretation |
|---|---|
| unter 18,5 | Untergewicht |
| 18,5 – 24,9 | Normalgewicht |
| 25,0 – 29,9 | Übergewicht |
| ab 30,0 | Adipositas |
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) definiert sieben Gewichtskategorien innerhalb der BMI-Werte. Dabei wird der BMI verwendet, um das Risiko von Begleiterkrankungen zu bewerten. Z. B.: Präadipositas: 25,0 – 29,9 – leicht erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen. Noch mehr Informationen zum Thema Übergewicht einschätzen finden Sie in unserem Ratgeber.
Wichtig ausserdem: Die hier gezeigte BMI-Klassifikation ist für Erwachsene vorgesehen. Für Kinder und Jugendliche müssen die BMI-Werte alters- und geschlechtsspezifisch beurteilt werden.
Ein Problem ist, dass das Alter, das Geschlecht, die individuelle körperliche Verfassung und die Lebensbedingungen beim BMI nicht berücksichtigt werden. Bei Männern und Frauen unterscheiden sich z. B. Stoffwechsel, körperliche Verfassung und Lebensweise. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und andere Krankheiten im Zusammenhang mit schwerer Adipositas ist ebenfalls unterschiedlich.
Mit dem Alter nimmt das Körpergewicht zu, ohne dass das Risiko schwerer Krankheiten notwendigerweise steigt. Manche Menschen haben aus genetischen Gründen eine schwerere Knochenstruktur und daher einen höheren BMI, selbst bei einer kontrollierten Ernährung und einem gesunden Lebensstil.
Kraftsportler haben ebenfalls einen höheren BMI, ohne dass dies ein besonderes Gesundheitsrisiko darstellt. Gleiches gilt für Menschen, die eine körperlich anstrengende Arbeit ausüben, zum Beispiel Stahlarbeiter, Bauarbeiter oder Altenpfleger. Die Muskelmasse und die damit verbundene Knochendichte erhöhen ihr Gewicht und damit auch ihren BMI. Der Risikofaktor ist jedoch nicht die Knochen- oder Muskelmasse, sondern der Körperfettanteil. Dieser wird bei der BMI-Berechnung nicht berücksichtigt.
Der BMI ist daher vor allem als erster Orientierungswert für Erwachsene geeignet. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine alters- und geschlechtsspezifische Beurteilung notwendig. Auch bei Menschen mit hoher Muskelmasse kann der BMI allein ein irreführendes Bild vermitteln.
Auch bei Kindern und Jugendlichen lässt sich der Body-Mass-Index anhand von Körpergrösse und Gewicht berechnen. Anders als bei Erwachsenen kann der BMI jedoch nicht anhand fester Grenzwerte beurteilt werden. Denn während des Wachstums verändern sich die Körperproportionen sowie der Muskel- und Fettanteil kontinuierlich.
Deshalb wird der BMI bei Kindern mithilfe sogenannter Perzentilenkurven eingeordnet. Diese zeigen, wie der BMI eines Kindes im Vergleich zu anderen Kindern desselben Alters und Geschlechts liegt. Befindet sich ein Kind beispielsweise auf der 50. Perzentile, haben etwa 50 Prozent der Vergleichsgruppe einen niedrigeren und 50 Prozent einen höheren BMI.
Entscheidend ist dabei nicht nur der einzelne BMI-Wert, sondern auch die Entwicklung über einen längeren Zeitraum. Für die Beurteilung werden in der Schweiz die Wachstumskurven von pädiatrie schweiz verwendet. Bei Unsicherheiten empfiehlt sich eine Einschätzung durch die Kinderärztin oder den Kinderarzt.
Es gibt viele Argumente, den BMI nicht zu ernst zu nehmen: Er wird mit einer vereinfachten Formel berechnet, die weder das Alter noch das Geschlecht berücksichtigt. Bei muskulösen Menschen und älteren Personen kann der BMI irreführend sein. Für Kinder und Jugendliche gelten andere Beurteilungskriterien, und auch während der Schwangerschaft ist der BMI nur eingeschränkt aussagekräftig.
Daher: Es ist nicht immer möglich, eine vollständige Gesundheitsdiagnose nur auf der Grundlage dieses einen Index zu stellen, aber er kann Hinweise auf potenzielle Probleme geben. Wenn der BMI zu hoch oder zu niedrig ist oder sich plötzlich ändert, ist ein Besuch bei Ihrem Hausarzt zu empfehlen.
Übrigens: Als Alternative zur Bewertung von Übergewicht und Untergewicht wird heute auch oft das Taillen-Hüft-Verhältnis (Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang) herangezogen. Denn hier wird realistischer abgebildet, ob die Person zu viel Bauchfett besitzt, was gefährlicher für die Gesundheit ist als z. B. Körperfett an den Oberschenkeln.
Der Body-Mass-Index. Er wird aus der Körpergrösse und dem Gewicht berechnet. Es ist ein Indikator für Gesundheitsrisiken aufgrund von Übergewicht.
Die Formel ist einfach: Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern. Es ist noch einfacher, einen BMI-Rechner online zu verwenden.
Die Meinungen gehen auseinander. Wie andere einfache Indikatoren, die das Alter, das Geschlecht und die Lebensbedingungen nicht berücksichtigen, kann der BMI nur einen ersten Hinweis auf bestehende Probleme geben. Für eine detailliertere Analyse sind weitere Untersuchungen, möglicherweise durch Ihren Hausarzt, erforderlich.
Der BMI wird bei Kindern mit derselben Formel wie bei Erwachsenen berechnet. Zur Beurteilung werden jedoch alters- und geschlechtsspezifische Perzentilenkurven verwendet, da sich die Körperzusammensetzung während des Wachstums verändert.