Darmkrebsvorsorge – klären Sie Ihr Darmkrebsrisiko ab

Frühzeitig erkannt, ist Darmkrebs sehr gut heilbar. Nutzen Sie die Chance und ermitteln Sie gemeinsam mit Ihrem Apotheker Ihr persönliches Darmkrebsrisiko

Was ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung des Darms. Er ist die dritthäufigste Krebsart in der Schweiz und betrifft ungefähr 5 % der Bevölkerung im Verlauf des Lebens. Je älter wir werden, desto höher ist das Risiko für Darmkrebs. Wenn der Darmkrebs aber früh erkannt wird, sind die Heilungschancen meistens gut. Die Alarmsymptome für Darmkrebs:

  • Blut im Stuhl
  • Veränderung der Stuhlgewohnheiten, z. B. unerklärlicher Wechsel Durchfall und Verstopfung, häufiger Stuhldrang
  • wiederkehrende Bauchschmerzen, schmerzhafte Krämpfe vor und während des Stuhlgangs
  • unerklärlicher Gewichtsverlust, vermehrte Blähungen

Warum ist die Darmkrebsvorsorge wichtig? 

Wann ist eine Darmkrebsvorsorge angezeigt?

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko für Darmkrebs erhöhen:

  • Bei knapp einem Drittel aller Darmkrebsfälle liegt eine erbliche, familiäre Belastung zugrunde. Es lohnt sich daher nachzuforschen, ob ein naher Verwandter an Darmkrebs erkrankte und in welchem Alter. In diesem Fall besteht eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs und die Vorsorge muss früher beginnen.
  • Mit zunehmendem Alter wird unser Organismus anfälliger für genetische Zelldefekte. Der Körper kann sie nicht mehr ohne weiteres korrigieren. Ab dem 50. Lebensjahr besteht deshalb ein höheres Darmkrebsrisiko.
  • Auch langjährige, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sind Risikofaktoren für Darmkrebs.
  • Wenn bereits Darmpolypen entdeckt und entfernt wurden, besteht ein besonders hohes Risiko, dass sich erneut Polypen entwickeln. Es ist deshalb wichtig, die empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen einzuhalten, um nicht neue Polypen zu übersehen.

Warum ist Darmkrebsvorsorge wichtig?

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache in der Schweiz. Es sterben jährlich rund 1’700 Menschen in unserem Land daran. Prävention und Früherkennung senken das Risiko einer Erkrankung und erhöhen die Heilungswahrscheinlichkeit enorm. Deshalb sollte jeder die Chance nutzen. Zur Vorbeugung gegen Darmkrebs gibt es verschiedene Massnahmen. Wichtig ist es dabei, die möglichen Risikofaktoren zu erkennen und die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen regelmässig durchführen zu lassen. Darüber hinaus kann auch eine seriöse Lebensführung helfen, Darmkrebs vorzubeugen. Die Darmkrebsrate würde sich laut Experten beinahe halbieren, wenn Menschen gesünder leben. Dazu gehören regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Übergewicht, kein übermässiger Alkoholkonsum und der Verzicht auf den Konsum von Tabak.

Wie funktioniert die Voruntersuchung?
Die Stuhlprobe können Sie in aller Ruhe zu Hause nehmen. Der Stuhltest wird in einem Labor ausgewertet. Sie erhalten mit dem Test ein Couvert, welches für den Versand ans Labor vorfrankiert ist. Die Amavita Apotheke Ihres Vertrauens erhält anschliessend das Testresultat und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Kosten: CHF 30.– Dauer: 10 Minuten

Wie oft und in welchem Alter sollen die Vorsorgeuntersuchungen erfolgen?

Wann und wie häufig eine Untersuchung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Darmrisiko der Menschen ab.

  • Eine Vorsorgeuntersuchung ist ab dem Alter von 50 Jahren sinnvoll, wenn keine familiäre Belastung und kein erhöhtes Risiko bestehen.
  • Die Darmspieglung ist die zuverlässigste Methode zur Verhütung des Darmkrebses. Bei unauffälligem Befund genügt es, diese jeweils alle 10 Jahre zu wiederholen.
  • Stuhltests hingegen müssen für einen optimalen Schutz alle 2 Jahre gemacht werden. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht direkt eine Darmspiegelung machen wollen.
  • Etwa ein Drittel aller Darmkrebsfälle ist erblich bedingt. Deshalb sollten die Vorsorgeuntersuchungen schon im jüngeren Lebensalter erfolgen. Früherkennung kann Leben retten! Eine erste Darmspiegelung sollte bei Verwandten ersten Grades zehn Jahre früher gemacht werden, als der Darmkrebs beim erkrankten Angehörigen erstmals aufgetreten ist. Spätestens jedoch mit 45 Jahren.

Details zur Untersuchung 

Darmspiegelung (Koloskopie):

Der Darm muss für die Spiegelung vollständig entleert werden. Dies erfolgt vorab durch ein Abführmittel. Der Gastroenterologe tastet zu Beginn der Untersuchung den Mastdarm mit dem Finger ab. Anschliessend überprüft er das Innere des Darms mit einem biegsamen Schlauch (Endoskop), an welchem eine Minikamera und eine Lichtquelle befestigt sind. Mit kleinen Instrumenten, die durch spezielle Kanäle im Endoskop in den Darm eingeführt werden, können verdächtige Gewebeproben entnommen oder Darmpolypen aus dem Darm entfernt werden. Die Proben werden im Labor auf Krebszellen oder andere Veränderungen untersucht.

Die Darmspiegelung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Sehr selten kann es zu Komplikationen wie kleinen harmlosen Blutungen kommen, vor allem bei der Entfernung von Polypen.

Die Spiegelung des Darms ist derzeit die effizienteste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Doch Koloskopien sind aufwendig und oft unangenehm.


Stuhltest:

Tumore im Darm bluten häufig. Auch Darmpolypen können bluten. Mit dem Stuhl wird dieses Blut dann ausgeschieden. Deshalb ist Blut im Stuhl eines der wichtigsten Anzeichen einer Darmkrebserkrankung. Die Menge ist aber meist so gering, dass es mit blossem Auge nicht zu erkennen ist. Dieses verborgene Blut im Stuhl kann mit Stuhltests nachgewiesen werden. Stuhltests sind unkompliziert und können schnell durchgeführt werden.

Wenn kein Blut im Stuhl gefunden wird, sind normalerweise keine weiteren Untersuchungen nötig. Darmkrebs kann aber nicht mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, denn Polypen oder Tumoren bluten nicht ständig. So erkennt ein Stuhltest Krebs nur mit einer Verlässlichkeit von 70 bis 80 %. Polypen findet der Test hingegen lediglich zu 25 %, bei einer Spiegelung sind es etwa 90 %. Bei einem einzelnen Stuhltest werden krankhafte Veränderungen also oft nicht entdeckt. Deshalb sollte man sich wiederholt testen lassen.

Wenn Blut im Stuhl gefunden wird, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Sie Darmkrebs haben. Denn ausser Polypen und Tumoren sind auch andere Gründe dafür möglich, zum Beispiel Hämorrhoiden oder eine akute Entzündung. Eine Darmspiegelung ist bei Blut im Stuhl deshalb aber fast immer notwendig.

Finden sie ihre amavita apotheke