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Für Betroffene unangenehm, für den Körper eine wichtige Schutzfunktion: Übelkeit (Nausea) und Erbrechen. Werden im oberen Verdauungstrakt verdächtige Stoffe wie verdorbene Speisen lokalisiert, dann stimulieren Nervensignale das Brechzentrum im Gehirn. Dieses bewirkt zunächst Übelkeit. Bestätigt sich der Verdacht eines Schadstoffs, löst das Brechzentrum erst heftige Kontraktionen, dann Erbrechen aus. Dieser Reflex ist bei Vergiftungen erwünscht, kann jedoch auch andere Ursachen haben. Wirken Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen, spricht man auch von Antiemetika.
Übelkeit kann durch eine Reihe unterschiedlicher Faktoren ausgelöst werden. Medikamente gegen Übelkeit kommen vorbeugend oder therapeutisch aus folgenden Gründen zum Einsatz:
Wichtig zu wissen: Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen dürfen keinesfalls eingenommen werden, wenn der Brechreiz etwa wegen einer Lebensmittelvergiftung sinnvoll ist. Liegt – wie bei Darmverschluss (Ileus) – eine mechanische Behinderung vor, dann wirken Medikamente gegen Übelkeit nicht.
Bei Übelkeit können antiemetisch wirkende (Übelkeit und Erbrechen unterdrückende) Lebensmittel wie Ingwer, Karotten und Zitronen den begleitenden Brechreiz minimieren. Kräutertees mit Fenchel, Salbei, Kamille und Schafgarbe sowie schwarze Tees beruhigen den Magen und sollten schluckweise getrunken werden. Als Medikamente gegen Übelkeit kommen in erster Linie Antiemetika zum Einsatz. Zu dieser Gruppe zählen beispielsweise Medikamente gegen Reiseübelkeit.
Vor allem während der ersten Wochen und Monate einer Schwangerschaft kann durch die hormonelle Umstellung vermehrt Übelkeit vorkommen. Diese tritt vor allem morgens auf und kann sich in Unwohlsein bis Erbrechen äussern. Bei 60 Prozent aller betroffenen Frauen klingt sie nach drei, bei 90 Prozent nach fünf Monaten ab. Als Medikamente gegen Übelkeit in der Schwangerschaft kommen antiemetisch wirkende Antihistaminika infrage. Präparate mit den Wirkstoffen Doxylamin (Antihistaminikum) und Pyridoxin (Vitamin B6) werden weltweit bei Schwangerschafts-Übelkeit eingesetzt.
Generell gilt während der Schwangerschaft & Stillzeit: Ob und welche Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen angezeigt sind, sollte nur nach ärztlicher Rücksprache entschieden werden.
Wird bei Übelkeit ein Medikament mit antiemetischer Wirkung eingesetzt, entscheidet die Ursache über geeignete Wirkstoffe. Übelkeit und Brechreiz unterdrückende Medikamente (Antiemetika) können unter anderem auf Antihistaminika, Prokinetika, Setronen, Neuroleptika, Anticholinergika oder Kortikoiden basieren. Darüber hinaus spielen etwaige Begleiterscheinungen bei der Medikation eine wesentliche Rolle. Treten etwa Übelkeit und Magenbrennen gemeinsam auf, können ergänzend Protonenpumpen-Inhibitoren (PPI) helfen. Diese hemmen die Produktion von Magensäure und werden auch als Magenschutz bezeichnet.
Ein Beratungsgespräch in der Arztpraxis oder Apotheke verschafft Klarheit über das richtige Medikament bei Übelkeit und die optimale Darreichungsform.
Bei Übelkeit sind Medikamente, die auf dem Wirkstoff Domperidon basieren, ohne Rezept erhältlich. Diese Arzneimittel unterdrücken Übelkeit und Brechreiz. Domperidon gehört zur Gruppe der Prokinetika, die die Muskeltätigkeit (Peristaltik) in Magen & Darm erhöhen.
Gut zu wissen: Das schweizerische Heilmittelgesetz gibt vor, welche Medikamente gegen Übelkeit in der Schweiz rezeptfrei oder verschreibungspflichtig sind. Darüber hinaus legt es fest, welche rezeptfreien Medi gegen Übelkeit nur mit Rezept versandt werden dürfen.