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Die Osteoporose ist eine fortschreitende Knochenschwächung im Alter. Ebenso vielschichtig wie die Risikofaktoren für das Auftreten der Krankheit sind auch die Behandlungsansätze. Osteoporose-Medikamente können die Knochenschwächung aufhalten und sogar eine Kräftigung der knöchernen Strukturen hervorrufen.
Unsere Knochen sind nicht wie Steine – nämlich fest und unveränderlich. Im Gegenteil, auch die Knochen unterliegen wie alle unsere Gewebe einem Stoffwechselprozess. Die knöchernen Strukturen werden beständig erneuert, indem Knochenzellen ab- und dann wieder aufgebaut werden. Dabei unterscheidet man zwischen der Knochenwand und dem Knocheninneren, welches wie ein Netzwerk aus Querverbindungen aufgebaut ist.
Zahlreiche Faktoren beeinflussen den Knochen-Stoffwechsel:
Besonders häufig von der Osteoporose betroffen sind Frauen in der Menopause, weil der niedrige Östrogenspiegel den Knochenstoffwechsel ungünstig beeinflusst. Unbehandelt und ohne Osteoporose-Medikamenten schreitet die Erkrankung immer weiter fort. Die Knochen werden schwächer und schwächer, was zu einer erhöhten Bruchgefahr führt. Für lange Zeit ist die Veränderung von aussen nicht spürbar. Erst spät machen Schmerzen auf die schwache Knochenstruktur aufmerksam, da es zunehmend zu Knochenbrüchen kommt. In diesem Stadium sind Schmerzmittel ein häufiger Begleiter.
Die Behandlung der Osteoporose besteht im Normalfall aus unterschiedlichen Massnahmen. Diese werden in Abhängigkeit von den persönlichen Voraussetzungen wie Alter, Hormonspiegel, familiärer Vorbelastung, Stadium der Osteoporose und bereits bestehenden Beschwerden festgelegt.
Zu den häufigsten Massnahmen gehören:
In der medikamentösen Therapie werden zwei Ansätze verfolgt. Zum einen kann man mit Wirkstoffen wie Bisphosphonaten, RANK-Ligand-Inhibitoren oder Selektiven Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) den Knochenabbau aufhalten. Zum anderen können Parathormone und verschiedene Biologika den Knochenaufbau fördern. Diese Wirkstoffe werden aber nur bei sehr schweren Formen der Osteoporose angewandt, weil sie zwar besonders wirksam sind, aber auch stärkere Nebenwirkungen haben. Die Therapie muss langfristig erfolgen. Nach dem Absetzen der Medikamente setzt sich der Knochenabbau fort – je nach Medikament manchmal sogar schneller als vorher.
Vitamin D3 und Calcium spielen eine wichtige Rolle für den Aufbau und Erhalt der Knochen. In der Schweiz ist die Versorgung mit Vitamin D3 häufig nicht ausreichend, was sich ungünstig auf die Knochenstabilität auswirkt. Deshalb ist es im Rahmen der Vorsorge, der Prophylaxe und im Rahmen der Osteoporose-Therapie ratsam, ausreichend hochdosiertes und gut bioverfügbares Vitamin D3 kombiniert mit Vitamin K2 und im besten Fall mit Calcium aufzunehmen. Dies gilt auch, wenn bereits eine Therapie mit Osteoporose-Medikamenten erfolgt.
Haben Sie Fragen rund um die Behandlung von Osteoporose oder zu Ihren Osteoporose-Medikamenten? Das erfahrene Amavita-Beratungsteam ist gerne für Sie da!
Die Osteoporose-Therapie basiert im Normalfall auf mehreren Säulen bestehend aus physiotherapeutischen Massnahmen, dem Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln und der medikamentösen Therapie. Umso stärker die Erkrankung bereits fortgeschritten ist, desto weiter verschiebt sich die Behandlung zur medikamentösen Therapie. Die derzeit genutzten Osteoporose-Medikamente können die Erkrankung meist effektiv aufhalten.
Alle Osteoporose-Medikamente haben unterschiedliche Nebenwirkungen. Bei der Auswahl ist weniger das Nebenwirkungsspektrum entscheidend als die Wirksamkeit im Rahmen der individuellen Voraussetzungen. Treten belastende Nebenwirkungen auf, lohnt die Umstellung auf ein Präparat einer anderen Wirkstoffgruppe.
Bei Betroffenen, die zum Beispiel aufgrund ihrer erblichen Vorbelastung ein besonders hohes Risiko für Osteoporose haben, ist eine frühzeitige nicht-medikamentöse Prophylaxe ratsam. Eine wichtige Rolle spielen dabei ausreichende Bewegung zur Stimulation der Knochenbildung, die Einnahme von Vitamin D3, K2 und Calcium sowie die Verzögerung der Wechseljahre über eine Hormontherapie.
Zur Vorbeugung und in den Anfangsstadien der Osteoporose ist eine ganzheitliche Behandlung möglich. Auch nach Fortschreiten der Erkrankung kann sie unterstützend angewandt werden. Zum Einsatz kommen zum Beispiel siliziumreiche Lebensmittel, pflanzliche Östrogene und verschiedene Pilzarten. Sie fördern den Erhalt der Knochen und senken den natürlichen Knochenabbau.
Bei der Behandlung von Osteoporose schliessen sich Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente keinesfalls aus – im Gegenteil: Im Rahmen der ärztlichen Therapie mit Medikamenten wird immer auch die Einnahme von Vitamin D3 und Calcium empfohlen. Ob Nahrungsergänzungsmittel ausreichen, hängt von der Schwere der Erkrankung ab.