Schnelle Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne - Tipps und Fakten

Kopfschmerzen können einem das Leben schwermachen. Leiden Sie auch häufig darunter? Oder werden Sie gar von Migräne geplagt? Hierzulande kämpft jede/r Zweite regelmässig mit Kopfweh. Dabei sind Frauen häufiger davon betroffen als Männer und Städter öfter als Leute, die auf dem Land leben. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Kopfschmerzen zu den zehn Erkrankungen die mit den stärksten funktionellen Einschränkungen in unserem Lebensalltag. Erfahren Sie hier die Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Kopfschmerz-Typen und was man dagegen tun kann. Auch Migräne-Betroffene kommen nicht zu kurz, wir präsentieren Ihnen Tipps wie es sich damit besser leben lässt, wie Sie Migräne Symptome erkennen und welches die häufigsten Migräne Ursachen sind.

Was sind Kopfschmerzen genau?

Mindestens einmal pro Monat brummt der Schädel – das trifft auf 70% der Bevölkerung zu. Kopfschmerzen gelten als zweithäufigster Schmerz neben Rückenschmerzen. Dabei wird zwischen primären und sekundären Kopfschmerzen unterschieden, wobei erstere ein eigenständiges Krankheitsbild darstellen und in 90% der Fälle auftreten. Zu ihnen zählen unter anderem Spannungskopfschmerzen oder Migräne. In den meisten Fällen ist der Auslöser der Beschwerden unklar. Sekundäre Kopfschmerzen werden hingegen durch eine Erkrankung oder anderen Dingen zugrundeliegenden Kopfschmerzen Ursachen ausgelöst. In diesem Fall sind die Schmerzen also nur ein Symptom und können zum Beispiel ein Warnsignal für ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Tumor im Kopf, Gefäßstörungen oder Infektionen sein.

Was sind Cluster Kopfschmerzen?

Cluster-Kopfschmerzen sind eine Reihe relativ kurzer, aber sehr schmerzhafter Kopfschmerzen, die wochen- oder monatelang täglich auftreten. Sie haben die Tendenz, jedes Jahr zur ungefähr gleichen Zeit (Cluster) aufzutreten. Aus diesem Grund werden Sie von den Betroffenen häufig falsch gedeutet, beispielsweise als eine Folge von Allergien oder Stress. Häufig ist die Ursache vom Cluster Kopfschmerz unbekannt, sicher ist aber, dass der Trigerminusnerv beteiligt ist und in einer Gesichtshälfte starke Schmerzen am Auge oder im Schläfenbereich auftreten. Dazu kann es in der betroffenen Gesichtshälfte zu Symptomen wie Schweissbildung an der Stirn, laufender Nase oder tränenden Augen kommen. Bis zu achtmal am Tag können solch intensive Schmerzepisoden auftreten. Betroffene sprechen von extremen Schmerattacken die meist zwischen 15 Minuten und drei Stunden andauern. Bei dieser Art handelt es sich um das, am wenigsten verbreitete Kopfweh von dem weniger als einer von 1000 Menschen betroffen ist. Meist tritt es vor dem 30. Lebensjahr und häufiger bei Männern auf.

Was ist eine Migräne?

Migräne ist eine neurologische Erkrankung. Sie ist nach den Spannungskopfschmerzen die zweithäufigste Kopfschmerzart und wird häufig durch intensive, schwächende Schmerzen gekennzeichnet. Dazu kommen oft Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Schwierigkeiten beim Sprechen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln sowie Empfindlichkeit gegenüber Licht und Ton. Die Krankheit ist häufig erblich bedingt und betrifft alle Altersgruppen, wobei Frauen häufiger darunter leiden. Migräne-Kopfschmerzen können mit oder ohne Aura auftreten. Die Aura bezeichnet neurologische Störungen, die wiederkehrende Migräne-Anfälle ankündigen und jeweils vor Ausbruch der Kopfschmerzen in Erscheinung treten wie zum Beispiel Seh- und Sprachstörungen, Übelkeit, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen. Die Beschwerden treten in der Regel ein bis vier Mal pro Monat auf wobei sich die Migräne Dauer auf vier Stunden bis zu drei Tagen beläuft. Bei körperlicher Aktivität verschlimmern sich die Symptome. Die Diagnose der Erkrankung wird anhand der Krankengeschichte, der gemeldeten Symptome und des Ausschlusses anderer Ursachen bestimmt. Von einer sogenannten Augenmigräne spricht man, wenn Sehstörungen die ersten Anzeichen der Krankheit sind. Wenn Sie plötzlichen Drehschwindel verspüren, leiden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit unter einer vestibulären Migräne, auch Schwindelmigräne genannt.

Kopfschmerzen und Migräne

Wenn Sie Druck oder Schmerzen im Kopf verspüren, kann es schwierig sein zu erkennen, ob es sich nun um typische Kopfschmerzen oder um einen Migräneanfall handelt. Das herauszufinden ist aber essentiell um die richtige Behandlung vornehmen zu können und so möglichst schnell eine Linderung herbeizuführen. Nichtsdestotrotz werden leider nur sehr wenige der Migräne-Betroffenen genau diagnostiziert und entsprechend therapiert.

Der Unterschied zwischen Kopfschmerzen und Migräne lässt sich vor allem an Folgendem erkennen: Migräne ist eine neurologische Erkrankung, an der Nervenbahnen und Chemikalien beteiligt sind. Die Veränderungen der Gehirnaktivität wirken sich auf das Blut im Gehirn und in den umliegenden Geweben aus und verursachen eine Reihe von Symptomen. Zusätzlich zu starken Kopfschmerzen können bei Migränikern folgenden Symptome auftreten:

  • Übelkeit
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Ton oder Gerüchen
  • Extreme Müdigkeit
  • Schwindel

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Phasen der Migräne

Eine Migräne-Episode kann in vier verschiedenen Phasen aufgeteilt werden, wobei nicht jeder jede Phase erlebt. Die Phasen umfassen:

  • Prodrom-Phase: Diese Phase wird manchmal als Vor-Kopfschmerz-Phase bezeichnet und weist schmerzlose Symptome auf, die Stunden oder Tage vor dem Auftreten der eigentlichen Migraene auftreten. Dazu gehören Stimmungsschwankungen, Heisshungerattacken und Steifheit des Halses.
  • Aura-Phase: Auren beziehen sich auf sensorische Störungen, die vor oder während einer Migräne auftreten. Auren können das Sehen, Berühren oder Sprechen einer Person beeinflussen, obwohl nicht jeder Betroffene Auren erlebt. Beispiele für eine Migräne Aura sind verschwommene Visionen, blinde Flecken, die sich mit der Zeit ausdehnen, Taubheitsgefühl im Arm und eine verschwommene oder durcheinandergebrachte Sprache.
  • Kopfschmerzphase: Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Schmerz normalerweise auftritt und von leicht bis schwächend reichen kann. Körperliche Aktivität und Kontakt mit Licht, Geräuschen und Gerüchen können die Schmerzen verschlimmern. Einige Menschen können jedoch eine Migräne haben, ohne Kopfschmerzen zu entwickeln.
  • Postdromale Phase: Die letzte Phase ist, wenn der Schmerz abgeklungen ist. Betroffene fühlen sich in dieser Phase häufig erschöpft, verwirrt und allgemein unwohl.

Wie entstehen Kopfschmerzen?

Der Schmerz, den man während eines Kopfschmerzes fühlt, entsteht aus einer Mischung von Signalen zwischen dem Gehirn, Blutgefässen und nahe gelegenen Nerven. Bestimmte Nerven in den Blutgefässen und Kopfmuskeln schalten sich ein und senden Schmerzsignale an das Gehirn.

Häufige Ursachen für Kopfschmerzen sind:

  • Erkrankung: Dies kann Infektionen, Erkältungen und Fieber umfassen. Kopfschmerzen treten auch häufig bei einer Entzündung der Nasennebenhöhlen, einer Halsentzündung oder einer Ohrenentzündung auf. In einigen Fällen können Kopfschmerzen durch einen Schlag auf den Kopf verursacht oder selten als Zeichen eines schwerwiegenderen medizinischen Problems gedeutet werden.
  • Stress: Emotionaler Stress und Depressionen sowie Alkoholkonsum, Auslassen von Mahlzeiten, Veränderungen im Schlafmuster und Einnahme von zu viel Medikamenten. Andere Ursachen sind Nacken- oder Rückenbelastungen aufgrund einer schlechten Körperhaltung.
  • Die Umgebung: einschliesslich Tabakrauch sowie Passivrauchen, starke Gerüche von Haushaltschemikalien oder Parfums, Allergenen und bestimmten Lebensmitteln. Stress, Umweltverschmutzung, Lärm, Beleuchtung und Wetteränderungen sind weitere mögliche Auslöser.
  • Flüssigkeitsmangel: Manchmal fehlt es dem Organismus einfach nur an ausreichend Wasser und das Blut wird dickflüssiger. Dieses kann dann feine Gefässe im Gehirn nicht mehr optimal versorgen. Das Organ bekommt also zu wenig Sauerstoff – die Folge: Kopfweh. Die Lösung: Mehr trinken!
  • Wetterfühligkeit: Manche Menschen reagieren auf Temperaturwechsel mit Kopfschmerzen, besonders im Frühling und Herbst, wenn es zu grösseren Temperaturschwankungen kommen kann.

Symptome von Kopfschmerzen

Obwohl Kopfschmerzen als Schmerz in jeder Region des Kopfes definiert werden können, variieren Ursache, Dauer und Intensität der Beschwerden je nach Kopfweh-Typus. In einigen Fällen sollten Sie sich sofortige ärztliche Hilfe suchen. In aller Regel ist die Sorge aber unbegründet, denn lediglich bei fünf Prozent der Fälle ist der Schmerz ein Symptom einer anderen – mitunter bedrohlichen – Krankheit. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie neben Ihren Schmerzen am Kopf eines der folgenden Symptome haben:

  • Nackensteife
  • Ausschlag
  • Die schlimmsten Kopfschmerzen, die Sie jemals hatten
  • Erbrechen
  • Verwirrtheit
  • Undeutliches Sprechen
  • Fieber von 38 ° C oder höher
  • Lähmungen in irgendeinem Teil Ihres Körpers oder Sehverlust

Ob Sie unter einer ernsthaften Erkrankung leiden, lässt sich auch anhand der SNOOP-Methode der amerikanischen Kopfschmerzgesellschaft überprüfen. Wenn Sie eines der folgenden Anzeichen wahrnehmen, sollte Sie dringend einen Arzt aufsuchen:

  • S für systemische Symptome: Die Schmerzen treten zusammen mit anderen Krankheitszeichen auf, die den ganzen Körper betreffen, zum Beispiel hohes Fieber.
  • N für neurologische Symptome: Störungen wie Sehstörungen, Bewusstseinstrübungen, Schwindel, Verwirrtheit, Schwäche oder Taubheit in Extremitäten oder die Unfähigkeit zu sprechen sind mögliche neurologische Symptome die gleichzeitig mit den Beschwerden auftauchen. Kein Warnzeichen ist dagegen die Aura, die manchen Migräne-Attacken vorangeht.
  • O für Onset (auf Deutsch: Einsetzen): Der Kopfschmerz setzt explosionsartig ein, als hätte der Betroffene einen Schlag auf den Kopf bekommen. Deshalb wird diese Form gerne auch "Donnerschlagkopfschmerz" genannt. Er kann auf eine lebensbedrohliche Gehirnblutung hinweisen - die Betroffenen müssen schnellstmöglich ins Krankenhaus.
  • O für Older Age of Onset (höheres Alter beim Beginn): Wenn Personen über 50 erstmals sehr starke Kopfschmerzen empfinden, sollte ein Arzt die Beschwerden abklären. Mit zunehmendem Alter besteht ein grösseres Risiko, dass der Kopfschmerz ein Indikator für eine Grunderkrankung wie etwa ein Schlaganfall ist.
  • P für Pattern Change (Änderung des Kopfschmerz-Musters): Auch Menschen mit Migräne oder häufigem Spannungskopfschmerz können einen sekundären Kopfschmerz erleiden, der auf eine ernstere Erkrankung hinweist. Deshalb gilt: Abweichungen vom typischen Schmerzmuster sollten stets ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.

Verschiedene Arten von Kopfschmerzen

Es gibt über 150 Arten von Kopfschmerzen, die häufigsten Arten sind:

Kopfschmerztyp Beschreibung Symptome
Spannungskopfschmerzen Häufigste Art von Kopfschmerzen bei Erwachsenen und Jugendlichen. Verursachen leichte bis mittelschwere Schmerzen am Hinterkopf, an den Schläfen und an der Stirn. Werden deshalb im Volksmund auch «Hutband»-Kopfschmerzen genannt.
Migräne Kopfschmerzen Werden oft als pochende Schmerzen beschrieben. Sie können zwischen vier Stunden bis drei Tage dauern und treten normalerweise ein- bis viermal im Monat auf. Empfindlichkeit gegenüber Licht, Lärm oder Gerüchen; Übelkeit oder Erbrechen; Appetitverlust sowie Magen- oder Bauchschmerzen.
Cluster Kopfschmerzen Starke, brennende oder stechende Kopfschmerzen hinter dem Auge. Pochend oder konstant. Sie wiederholen sich jährlich zur ungefähr selben Zeit (Cluster). Die Beschwerden können während eines Cluster-Zeitraums ein- bis achtmal pro Tag auftreten. Eine Cluster-Periode dauert normalerweise zwischen zwei Wochen underline drei Monaten. Auf der Seite des Schmerzes sinkt das Augenlid, das Auge wird rot, die Pupille wird kleiner oder das Auge tränt. Die Nase auf der entsprechenden Seite läuft oder ist verstopft.
Chronische tägliche Kopfschmerzen Man spricht von chronischen Kopfschmerzen, wenn sie häufiger als 15 Tage im Monat oder länger als drei Monate lang auftreten. Am häufigsten sind folgende vier Arten:
  • Chronische Migräne
  • Chronische Verspannungskopfschmerzen
  • Neue täglich anhaltende Kopfschmerzen
  • Hemicrania Continua
Einige sind kurz, andere dauern länger als vier Stunden.
Hemicrania Continua Chronische Kopfschmerzen, die fast immer die gleiche Seite des Gesichts und Kopfes betreffen.
  • Rote oder tränende Augen
  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Kontrahierte Iris
  • Zunahme der Schmerzen bei körperlicher Aktivität
  • Zunahme der Schmerzen beim Trinken von Alkohol
Neu auftretender persistierender täglicher Kopfschmerz (NDPH) Primärer Kopfschmerzerkrankung mit anhaltenden, von Anfang an täglich auftretenden Kopfschmerzen ohne organische Ursache. Treten oft in Folge einer Infektion, grippeähnlichen Erkrankung, einer Operation oder einer stressigen Situation auf. Jeden Tag Kopfschmerzen für mindestens drei Monate. Drückende Schmerzen von leichter bis mittlerer Intensität. Kopfschmerzen und Übelkeit sowie Lichtempfindlichkeit möglich.
Sinus Kopfschmerzen Kopfschmerzen in den Nebenhöhlen, tiefer und ständiger Schmerz in den Wangenknochen, auf der Stirn oder auf dem Nasenrücken. Sie treten auf, wenn sich Hohlräume im Kopf, sogenannte Nebenhöhlen , entzünden. Laufende Nase, Druck auf den Ohren, Fieber und geschwollenes Gesicht. Ein echter Sinuskopfschmerz resultiert aus einer Sinusinfektion, wobei das, aus der Nase austretende Sekret gelb oder grün ist.
Zervikogene Kopfschmerzen Kopf- und Nackenschmerzen, die ihre Ursache in einer Veränderung der Halswirbelsäule oder in muskulären Verspannung im Hals- oder Nackenbereich haben. Der Schmerz beginnt im Nacken und zieht über den Kopf in die Stirn. Kann auch in Schultern oder Arme ausstrahlen.
Posttraumatische Kopfschmerzen Sie entstehen normalerweise etwa zwei bis drei Tage in Folge einer Kopfverletzung.
  • Dumpfer Schmerz
  • Schwindel
  • Benommenheit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
Übungskopfschmerzen Wenn man aktiv ist, benötigen die Muskeln in Kopf, Hals und Kopfhaut mehr Blut. Die Blutgefässe schwellen an, um sie zu versorgen. Pulsierender Schmerz auf beiden Seiten des Kopfes, während der Aktivität, der zwischen fünf Minuten und 48 Stunden anhalten kann.
Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen Beim übermässigem Gebrauch von Medikamenten. Wenn man mehr als dreimal pro Woche oder mehr als 10 Tage im Monat Schmerzmittel einnimmt, bereitet sich der Körper intensiver auf Schmerzen vor. Sobald die Medikamente nachlassen, kommt der Schmerz zurück und es müssen mehr Schmerzmittel eingenommen werden um ihn zu stoppen. Ständig Kopfschmerzen, dumpf, vorwiegend nach dem Aufstehen.
Primär stechender Kopfschmerz Kurz und intensiv, dauert meist nur wenige Sekunden und tritt nur ein paar Mal am Tag auf. Kann auch auf eine eigenständige Erkrankung hinweisen. Kurze, stechende, intensive Schmerzepisoden, wenige Male pro Tag.
Wirbelsäulenkopfschmerzen Bei gewissen Verfahren wird die Membran die das Rückenmark umgibt durchstochen. Wenn Rückenmarksflüssigkeit aus der Einstichstelle austritt, kann dies zu Kopfschmerzen führen. Kopfschmerzen nach einem Wirbelsäulenhahn, einer Wirbelsäureblockade oder einem Epidural.
Primärer Donnerschlagkopfschmerz Wird häufig als der schmerzhafteste Kopfschmerz überhaupt beschrieben. Kommt plötzlich, aus dem Nichts und erreicht sein Schmerzmaximum innerhalb einer Minute. Kann von einer Stunde bis zu mehreren Tagen andauern. Mögliche Ursachen sind Blutgefässrisse, Kopfverletzungen, hämorrhagischer oder ischämischer Schlaganfall aus einem blockierten Blutgefäss im Gehirn. Entzündete Blutgefässe, Blutdruckänderungen in der späten Schwangerschaft. Bei plötzlichen neuen Kopfschmerzen sollte stets ein Arzt aufgesucht werden. Extrem starke Schmerzen, die sehr schnell auftreten, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit.
Höhenkopfschmerz Eine häufige Komplikation beim Anstieg in grössere Höhen von über 2‘500 Metern. Tritt bei rund 30% der Bergsteiger auf. Ursachen: Migräneanfälligkeit, geringere arterielle Sauerstoffsättigung, venöse Abflussbehinderung und geringere Flüssigkeitsaufnahme (<2 Liter in 24 Stunden). Mittelstarke Kopfschmerzen bei einem Höhenanstieg von > 2500 Metern in Verbindung mit Übelkeit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit, Schwindel oder Schlafstörungen.
Hormonkopfschmerzen Schmerzen im Kopf als Folge eines verschobenen Hormonspiegels – zum Beispiel während Menstruation, Schwangerschaft oder Wechseljahren aber auch durch Antibabypillen und Hormonersatztherapien. Dumpfer, pochender Schmerz in Kombination mit Sehstörungen bis hin zu schweren seitlichen Kopfschmerzen mit extrem empfindlicher Kopfhaut.
Okzipitalneuralgie Nervenschmerzen an der Rückseite des Kopfes hin zu Stirn, Schläfen und Schädelseite. Lang andauernde und immer wiederkehrende Kopfschmerzen, die mit einer Einschränkung der Kopfbeweglichkeit einhergehen.

Was tun gegen Kopfschmerzen? 9 Tipps zur schnellen Linderung

1. Massagetherapie

Gönnen Sie sich mal etwas Entspannung. Denn manchmal entstehen Kopfschmerzen aufgrund von Muskelverspannungen im Oberkörper, einer schlechten Körperhaltung oder einer strengen Trainingsroutine. Eine Massagetherapie kann chronische Schmerzen und Muskelverspannungen, die Kopfschmerzen verursachen, lindern. Nehmen Sie sich Zeit, um nach geeigneten Massagearten (Schwedische Massage, Tiefgewebemassage, Shiatsu usw.) zu suchen und Empfehlungen für einen Massagetherapeuten in Ihrer Nähe zu erhalten, der Ihre spezifischen Schmerzpunkte effektiv behandeln kann.

2. Heisse und kalte Kompressen

Bei Kopfschmerzen mit Muskelverspannungen können heisse wie auch kalte Kompressen schnelle Linderung bringen. Um zu kühlen, füllen Sie eine Plastiktüte mit Eis und bedecken Sie sie mit einem dünnen Tuch, um Hautschäden zu vermeiden. Legen Sie den Beutel auf Ihre Stirn und / oder Wangen, dort, wo die grösste Schmerzquelle ist. Eine solche Cold-Pack-Anwendung sollte maximal 10 Minuten dauern. Für die Wärmebehandlung empfiehlt es sich entweder in der Apotheke eine Wärmepackung zu kaufen oder einen kleinen Kissenbezug mit etwas ungekochtem Reis zu befüllen. Enden zusammenbinden und die Packung zirka eine Minute lang in der Mikrowelle erhitzen. Danach zur Linderung auf Nacken oder Stirn auftragen – ein ideales Hausmittel gegen Kopfschmerzen.

3. Akupunktur

Bei der Akupunktur werden feine, scharfe Nadeln auf wichtige Bereiche des Körpers aufgetragen, um den Energiefluss zu fördern. Es soll als natürliches Kopfschmerzmittel wirken, indem die schmerzlindernden Verbindungen des Körpers stimuliert werden. Laut Erfahrungsberichten hat sich danach bei vielen Patienten eine Schmerzlinderung gezeigt.

4. Aromatherapie

Gemäss der Aromatherapie können sich bestimmte Gerüche positiv auf das Gehirn auswirken und vermögen so, das Empfinden von Kopfschmerzen zu lindern. Dazu gehören Pfefferminzextrakt, Eukalyptus- und Lavendel. Ihre Amavita Apotheke berät Sie gerne.

5. Schlaf

Es ist kein Geheimnis, vielen Gesundheitsproblemen liegt ein Schlafmangel zugrunde. Wenn Sie Ihr nächtliches Minimum an Schlaf nicht erreichen, kann dies zu chronischen Kopfschmerzen führen. Somit ist auch Schlaf ein bewährtes Hausmittel gegen Kopfweh.

  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie die Dauer und Qualität Ihres Schlafes verbessern können, einschliesslich der folgenden: Legen Sie einen Schlafplan fest und versuchen Sie Regelmässigkeit in Ihr Schlafverhalten zu bringen.
  • Vermeiden Sie Stimulanzien in den Stunden vor dem Schlafengehen. Stimulanzien wie Alkohol, Zucker, Nikotin und Koffein können Sie vom Schlafen abhalten. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu entspannen, bevor Sie die Augen schliessen.
  • Wählen Sie eine entspannende Aktivität vor dem Schlafengehen. Schalten Sie den Fernseher oder Computer aus und gönnen Sie sich ein gutes Buch oder ein heisses Bad.

6. Atemübungen

Es mag simpel klingen aber regelmässige Atemübungen sind ein exzellentes Kopfschmerzen Hausmittel. Sie können helfen, den Geist zu fokussieren und die Muskeln zu entspannen. Suchen Sie dafür einen ruhigen Ort mit einer bequemen Sitzgelegenheit in Ihrem Zuhause, Büro oder an einem anderen Ort, an dem Sie nicht abgelenkt werden, zum Beispiel in der Natur. Atmen Sie anschliessend langsam und rhythmisch ein und aus, atmen Sie fünf Sekunden lang ein und dann fünf Sekunden lang aus. Während Sie sich entspannen, reduziert sich Ihre Muskelverspannung.

7. «Kopfschmerzdiät»

Es ist bekannt, dass bestimmte Lebensmittel zu Kopfschmerzen führen können. Versuchen Sie es doch mal mit einem „Kopfschmerztagebuch“ und tragen dort, alles ein was Sie essen und trinken und wie Ihr aktuelles Schmerzempfinden ist. So erkennen Sie Lebensmittel und Getränke, die Sie täglich oder speziell bei Kopfschmerzen konsumieren. Wenn Sie einen bestimmten Auslöser identifizieren können, vermeiden Sie ihn für einige Zeit und prüfen, ob die Kopfschmerzen nachlassen. Mögliche problematische Nahrungsmittel sind:

  • Koffeinhaltige Lebensmittel und Getränke. Zum Beispiel Schokolade, Kaffee, Cola und Tee.
  • Mononatriumglutamathaltige Lebensmittel. MSG wird als Konservierungsmittel verwendet und traditionell in der asiatischen Küche verwendet. Es ist oftmals auch in Lebensmitteln wie Instant-Ramen-Nudeln enthalten.
  • Nitrathaltige Lebensmittel. Hot Dogs, Bratwurst und Co. Können ebenfalls Kopfschmerzen verursachen.
  • Tyraminhaltige Lebensmittel. Tyramin ist eine Verbindung, die durch den Abbau der Aminosäure Tyrosin entsteht und in Lebensmitteln wie Pizza und gereiftem Käse enthalten ist.

8. Trinken

Dehydrierung kann zu Kopfschmerzen führen, kann aber auch leicht vermieden werden. Versuchen Sie über den Tag verteilt zwei bis drei Liter Wasser zu trinken. Jedoch gibt es auch Getränke, die Kopfschmerzen eher begünstigen. Zu viel Kaffee beispielsweise oder koffeinhaltige Erfrischungsgetränke können zu Kopfschmerzen führen. Suchen Sie also, wenn immer möglich, nach koffeinfreien Alternativen. Auch Alkohol kann zu einem Flüssigkeitsmangel führen.

9. Kräutertee

Die Wär me und der beruhigende Faktor einer dampfenden Tasse Kräutertee helfen, sich vor dem Schlafengehen zu entspannen. Dieselben beruhigenden Eigenschaften können auch eine schmerzlindernde Wirkung haben. Da Kräuter mit Erkrankungen und Medikamenten interagieren können, ist es wichtig, vor dem Genuss dieser Tees die Packungsbeilage zu lesen oder in Ihrer Amavita Apotheke nachzufragen. Besonders geeignet für die Entspannung sind Kamille, Ingwer und Löwenzahn.

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Häufig gestellte Fragen

Wann sind Kopfschmerzen gefährlich?
Sobald eine Kopfschmerzattacke ungewöhnlich stark ausfällt oder dazu Ihnen bisher unbekannte Begleitsymptome auftreten, ist es ratsam einen Arzt zu aufzusuchen.
Weshalb habe ich Kopfschmerzen nach dem Sport?
Brummschädel nach dem anstrengenden Workout? Man spricht hier auch von Anstrengungskopfschmerz. Hier ist der Name Programm und erklärt auch den Hauptgrund für die Schmerzen im Schädel: Sie haben sich beim Sport übernommen. In solchen Fällen dienen die Kopfschmerzen als Warnsignal des Organismus, schalten Sie in solchen Fällen beim nächsten Mal lieber einen Gang runter.
Kopfschmerzen bei Kindern, gibt es das?
Auch Kinder leiden ab und an unter Kopfschmerzen. Erhebungen zufolge klagt hierzulande jedes fünfte Kind im Vorschul- und Grundschulalter über Kopfschmerzen. Ursachen sind äusserer Natur wie Lärm, schlechte Luft, Hitze sowie körperliche Reize wie Schlafmangel, Überanstrengung und falsche Körperhaltung. Besonders häufig sind Kopfschmerzen beim Kind allerdings auf psychische Faktoren wie Stress, Ängste oder Sorgen zurückzuführen.
Wie äussern sich Kopfschmerzen und Migräne in der Schwangerschaft?
SBesonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft klagen viele werdende Mütter über Kopfweh. Oftmals ist hierfür die Hormon- und Kreislaufumstellung verantwortlich. Auch Faktoren wie der Verzicht auf Koffein, unregelmässiger Schlaf, Verspannungen und ein niedriger Blutzuckerspiegel können ihren Teil dazu beitragen. Studien haben allerdings gezeigt, dass in der Schwangerschaft die Häufigkeit von Migräneattacken aufgrund des erhöhten Hormonhaushalts abnimmt. Um das ungeborene Kind nicht zu schädigen, sollten im ersten und letzten Schwangerschaftsdrittel keine Schmerzmittel eingenommen werden. Bei akuten Anfällen ist es ratsam, sich in ein dunkles Zimmer zu legen und kühlende Kompressen aufzulegen.
Ist mein Kopfschmerz eine Migräne?
Der Begriff Migräne bezieht sich auf Schmerzen, die normalerweise (aber nicht immer) auf einer Seite des Kopfes auftreten. Häufiges Indiz für die Migräneanfälle sind auch Übelkeit und Kopfschmerzen, Erbrechen sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
Wie stoppe ich eine Migräne?
Je früher gehandelt wird, desto besser. Am besten erstellen Sie einen «Kopfschmerzplan» und schauen, dass Sie im Ernstfall für die Migränebehandlung alle nötigen Medikamente zur Hand haben – am besten überall wie zum Beispiel im Auto, im Büro und zu Hause.
Wächst man aus der Migräne heraus?
Einige von uns tun es. Bei etwa einem Drittel der Frauen verschwindet die Migräne oder wird weniger intensiv wahrgenommen. Für andere ändern sich die Kopfschmerzen jedoch einfach im Charakter oder gehen weiter wie zuvor. Obwohl weniger gut untersucht, verlieren Männer ihre Migräne oft auch in den Fünfzigern oder Sechzigern.

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